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#26 | Vatertag im Wandel: Zwischen Familie, Konsum und neuer Vaterrolle

#26 | Vatertag im Wandel: Zwischen Familie, Konsum und neuer Vaterrolle

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Der Vatertag steht oft im Schatten von Muttertag, Weihnachten oder Ostern – und doch gewinnt er zunehmend an Bedeutung. In der 26. Folge von „1002 Meinungen – der Wirtschafts- und Gesellschaftspodcast“ sprechen MarkusRaml und Paul Eiselsberg über einen Tag, der mehr ist als nur Frühstück, Grillen oder ein kleines Geschenk.

Ausgangspunkt ist eine aktuelle IMAS-Befragung mit rund 1.000 Personen. Die Zahlen zeigen: Für etwa ein Drittel der Bevölkerung ist der Vatertag ein wichtiger Anlass, den man bewusst mit dem eigenen Vater oder in der Familieverbringen möchte. Gleichzeitig geben rund 35 Prozent an, den Vatertag gar nicht zu feiern. Damit bleibt der Vatertag im Jahreskreis zwar weiterhin eher zurückhaltend positioniert – doch seine Bedeutung wächst.

Ein zentrales Thema der Folge ist die veränderte Vaterrolle. Während frühere Generationen den Vatertag oft kaum gefeiert haben und Väter im Familienalltag eine andere Rolle einnahmen, ist heute eine stärkere Einbindung sichtbar. Väterübernehmen mehr Care-Arbeit, sind präsenter im Familienleben und werdenzunehmend als aktive Bezugsperson wahrgenommen. Damit verändert sich auch die gesellschaftliche Bedeutung dieses Tages.

Gleichzeitig werfen Markus Raml und Paul Eiselsberg einen wirtschaftlichen Blick auf den Vatertag. Die durchschnittlichen Ausgaben liegen laut Befragung bei rund 103 Euro. Geschenke und Aktivitäten werden häufig kurzfristig geplant:Rund die Hälfte der Käufe passiert erst innerhalb der letzten zwei Wochen vor dem Vatertag, ein Teil sogar direkt am Vatertag selbst. Auch Social Media und Influencer spielen eine Rolle – etwa bei Geschenkideen, Ausflugstipps oderneuen Traditionen.

Markus Raml nutzt die Folge für einen klaren Appell: Konsum ist nicht nur Privatsache, sondern auch ein Beitrag zur heimischen Wirtschaft. Wer den Vatertag nutzt, um regional einzukaufen, auswärts zu essen, einen Ausflug zumachen oder lokale Betriebe zu unterstützen, stärkt damit Gastronomie, Handel, Tourismus und regionale Wertschöpfung. Gerade in Zeiten hoher Sparquoten sei eswichtig, Geld bewusst in Österreich auszugeben – nicht wahllos, sondern verantwortungsvoll und regional.

Diskutiert wird auch der zunehmende Onlinehandel. Während Online-Angebote österreichischer Betriebe Chancen bieten, sehen beide Gesprächspartner kritisch auf internationale Plattformen, steuerliche Wettbewerbsfragen und den Abflussvon Kaufkraft aus Europa. Der Vatertag wird damit zum Beispiel für eine größere Frage: Wo kaufen wir ein – und welche Wirtschaft stärken wir damit?

Eine Folge über Familie, Wertschätzung, neue Vaterbilder, regionale Verantwortung und die Frage, warum kleine Anlässe manchmal große Wirkung haben.

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