エピソード

  • Indien - Varanasi, die heilige Stadt des Todes
    2026/04/08

    Lea und Oliver treffen sich in Indien, in Varanasi — einer der ältesten Städte der Welt, laut, bunt, chaotisch und spirituell zugleich. Sie reden über ihre ersten Eindrücke der Stadt, über das Essen (inklusive Maggi als universelles Grundnahrungsmittel auf indischen Speisekarten), und über einen Abend, der sich festgesetzt hat: ein Besuch am Manikarnika Ghat, dem heiligen Verbrennungsplatz am Ganges.

    Dort, wo täglich rund 250 Leichname verbrannt werden, werden die beiden mit einem grundlegend anderen Umgang mit dem Tod konfrontiert — öffentlich, rituell, direkt. Sie erklären den Ablauf der hinduistischen Bestattungsrituale, das Konzept von Moksha (der Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt) und was das über Gesellschaft, Kastensystem und westliche Verdrängung des Todes aussagt.

    Am Ende eine klare Reiseempfehlung — aber mit dem Hinweis: Varanasi ist Indien pur, aber nicht ganz Indien. Wer nur diese Stadt sieht, verpasst die enormen Kontraste des Landes.

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    32 分
  • CRUX - die Afrika Klimawandel Doku.
    2026/03/23

    Lea Leisse und ihr Team von Crux Productions drehen im Sommer einen Dokumentarfilm entlang der ostafrikanischen Küste -- von Nairobi bis Südafrika. Zehn Wochen, drei junge Aktivistinnen, konkrete Klimalösungen vor Ort. Der Ansatz: Statt abstrakter Klimapolitik persönliche Geschichten erzählen, die Hoffnung und Handlungsfähigkeit zeigen. Entstanden ist die Idee aus einer ersten Doku an ihrer internationalen Uni Minerva, die es bis ins Europäische Parlament schaffte. Aktuell läuft eine Fundraising-Kampagne -- das Team braucht ca. 10.000 Euro. Zu finden auf Instagram, LinkedIn und GoFundMe unter Crux Productions.

    https://www.gofundme.com/f/young-filmmakers-document-climate-solutions

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    19 分
  • Geschlechter-Rollen in Indien
    2026/03/19

    Lea berichtet aus Hyderabad, Indien. Unser Thema ist Geschlechtervielfalt und die Rolle nicht-binärer Identitäten. In Indien ist die Vorstellung, dass es mehr als zwei Geschlechter oder wandelbare Geschlechterrollen gibt, tief in der Kultur verankert. Die klare, binäre Trennung der Geschlechter entstand vor allem durch den kolonialen Einfluss der Briten – vor der Kolonialisierung war die indische Gesellschaft in dieser Hinsicht deutlich offener.

    Schon in der Mythologie gibt es zahlreiche Gottheiten, die weibliche und männliche Aspekte in sich vereinen. Dennoch erleben Transgender-Personen auch heute noch gesellschaftliche und berufliche Einschränkungen – sie dürfen etwa nicht in allen Berufen arbeiten.

    Darüber hinaus sprechen wir über die verschiedenen Grade gesellschaftlicher Akzeptanz und darüber, dass progressive Ideen Zeit brauchen, um sich wirklich durchzusetzen.

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    25 分
  • Indien - Lieferung von Joghurt & Löffel in 10 Minuten
    2026/02/16

    Lea (GenZ- Baby) berichtet mir, Oliver, dem Boomer, über die schnellen Lieferservices in Indien. Sie ist in Hyderabad und dort gibt es Instamart und ähnliche Services, die alles liefern - vom iPhone und Goldmünzen bis zur Joghurt. An vielen Stellen gibt es in den Städten Dark Stores, also kleine Lagerhäuser, die im Fall einer Bestellung die Ware innerhalb von 10 Minuten zusammenstellen und ausliefern. Dieses Business hat in Indien einen Umfang von 10 Milliarden US Dollar im Jahr. Probleme gibt es dadurch auch - die Begegnungsplätze werden weniger. Und gerade das ist heute so wichtig. Lea zitiert einen bekannten Soziologen: "A city is a place where strangers are likely to meet". Doch die Lieferung ist unpersönlich und verringert die Kommunikation zwischen den Menschen. Auf der Habenseite steht, dass 8 Millionen Menschen in Indien zur Zeit im Liefersektor beschäftigt sind. In vier Jahren sollen es 23 bis 24 Millionen sein. Eine boomende Industrie.... Lea stellt zwei Fragen: Was macht diese Gig Economy mit der Gesellschaft und den Arbeitsverhältnissen? Sehen wir in Indien hier eine Entwicklung die die Zukunft für Deutschland zeigt?

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    23 分
  • Fleischkonsum vs. pflanzliche Küche von Sri Lanka bis Indien
    2026/02/09

    Lea (das GenZ Baby) ist in der Hightech City Hyderabad und ich, Oliver (der Boomer), bin in Südafrika.


    Wir sprechen Fleischkonsum in Afrika und die pflanzliche Küche auf Sri Lanka, der Ort, wo Lea zuletzt war.


    Ernährung ist oft Identitätspolitik. Der “default” in Sri Lanka und Indien ist vegetarisch. Fleisch ist da eher die Beilage. Das hat auch religiöse Gründe, denn der Buddhismus vertritt die Idee der Gewaltlosigkeit, Ahinsa. Leben darf nicht beendet werden. Fleisch ist daher schlechtes Karma. Im Hinduismus ist Fleischverzicht auch eine Frage des Reinheitsgebots und der Verehrung von Gottheiten. Auch Ayurveda verzichtet auf Fleisch.

    Lea als langjährige Veganerin plädiert dafür, dass wir schleunigst weg vom Fleisch kommen müssen. Weil wir es übertrieben haben und es aus Klimasicht unverantwortlich ist.

    Als Boomer komme ich aus der Bewertung von Fleisch als Zeichen von Wohlstand. Der Sonntagsbraten zeigt in der Nachkriegszeit: Wir habe es geschafft. Doch nun isst man mit schlechtem Gewissen. "Man müsste doch weniger Fleisch essen." Die Gesellschaft ändert sich nicht schnell, alles braucht Zeit. Ich rege eine Abkehr über den Weg des “Hin zu” an: Hin zu gesunderer Ernährung und deshalb weniger Fleischkonsum.

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    47 分
  • Die Macht der Sprache
    2026/01/14

    Lea und Oliver sprechen anfangs über das wuselige Indien und die Diversität in diesem Land. Dann reden wir über Sprache, über Freedom of Speech, Zensur, Unterdrückung von Sprachkultur und die spezielle Situation auf der Inselgruppe Okinawa, die zu Japan gehört. Hintergrund des Gesprächs ist der ganz neue Film von Lea und Crux Productions: "What they didn’t teach us"

    https://bit.ly/49wzcjG

    Dann geht es um Sprache als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Identität, wir reden über Akzente in der Sprache und dass Menschen nicht wegen ihrer Sprache diskriminiert werden dürfen. Lea erwähnt auch ein spannendes Buch über Identität und Sprache: "Sprache und Sein", von Kübra Gümüsay. Zum Schluss geht es noch um Emojis, die emotionale Sprache heute oft ersetzen.

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    36 分
  • Japan 4 Okinawa
    2025/12/15

    Dieses Mal geht es um ein Projekt von Lea und ihrer Produktionsfirma Crux. Das Team von Crux besucht Okinawa und filmt dort eine Dokumentation - über die indigene Bevölkerung dort, die Auswirkungen des Klimawandels auf die dortigen Korallen und Riffe, über die Handwerkskultur und die Menschen dort, die zu Japan gehören, aber ganz eigene Wurzeln haben. Die Frage der Dokumentation: Was können wir von indigenen Völkern für die Zukunft lernen? Boomer schweigt, Baby trägt vor - sehr spannend.

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    39 分
  • Japan 3 Desaster Prevention und emotionale Momente
    2025/11/19

    Diesmal reden Lea und Oliver über die Folgen aus dem Tōhoku-Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011, bei der über 20.000 Menschen umkamen. Lea hat fünf Tage in Kamaishi verbracht und wurde in einer Gruppe von 50 Studenten über die Katastrophe informiert. Als Folge hat der Katastrophenschutz viele Massnahmen entwickelt, um bei einem neuerlichen Beben besser vorbereitet zu sein. Wir reden über ein Erdbeben der Stärke 6,7, das sie selbst erlebt hat und das Wunder von Kamaishi, als sich bei dem Tsunami von 2011 über 3000 Schulkinder vor den Wellen retten konnten. Und die beiden reden über eine alte Dame und einen alten Baum, die beide Symbolkraft haben.

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    41 分