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Chlorgesänge

Chlorgesänge

著者: Ute Zill Martina Schrey
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Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!Ute Zill, Martina Schrey ウォータースポーツ 水泳・ダイビング
エピソード
  • Folge 161: Mittsommer - Bahnen ziehen mit Ute und Martina
    2026/06/24

    Es soll ja Leute geben, die gerade traurig sind – weil der längste Tag des Jahres schon vorbei ist und sich somit für die ganz Sensiblen quasi bereits der Winterankündigt. Wir dagegen freuen uns, dass die Berliner Bäderbetriebe sich dieses Jahr für den 21. Juni was ganz Besonderes ausgedacht haben – an diesem Tag konnte man nämlich im Sommerbad am Insulaner bereits ab 4:30 Uhr ins Wasser hüpfen.

    Eine von uns war um die Uhrzeit bereits dabei – und echt erstaunt, wie viele sonst noch! Um die 80 Leute hat sie schon nach wenigen Minuten allein im Schwimmerbecken gezählt. Einsam Bahnen ziehen im Morgengrauen – von wegen!

    Die Stimmung war jedenfalls großartig, von Vätern mit ihren Kindern über Rentner:innen bis hin zu After-Party-Gästenwaren so ziemlich alle da. Ein tolles Spektakel, sollte es öfter geben!

    Und auch am Abend bot das Sommerbad am Insulaner was Besonderes: Öffnungszeit bis 21:30 Uhr und gleich nebenan auch noch ein Theater-Event. Also an dem Tag war wirklich für jede und jeden was dabei.

    Wir haben aber auch mal wieder einen Ausflug über die Stadtgrenzen gemacht und uns das Stadionbad in Nürnberg angesehen. Das liegt – wie der Name schon sagt – direkt neben dem Nürnberger Frankenstadion. Das Besondere hier neben einer tollen Rutsche und einem 10-Meter-Turm: Das Freibad hat jeden Tag bis 21 Uhr geöffnet. Und es wirdsehr gut angenommen, im 50-Meter-Becken genauso wie auf den großzügigen Sportflächen.

    Was wir in den Bädern nicht gesehen haben, sind Menschen mit Smart Glasses – also Brillen, mit denen manunbemerkt Fotos machen und filmen kann. Man sollte sich damit auch nicht im Schwimmbad erwischen lassen – denn das ist grundsätzlich verboten, es könnte durchausein längeres Hausverbot drohen.

    Wir werfen aber auch noch einen Blick in die Zukunft: Am 24./25. Oktober soll nämlich im SSE in Berlin ein 24-Stunden-Schwimmen stattfinden. Jeder dort eingenommene Euro wird dann dafür eingesetzt, dass Kinder schwimmen lernen. Unterstützt wird das Event unter anderem von RoundTable 44 und der Stiftung Deutschland schwimmt, Schirmherrinist Britta Steffen. Anmelden kann man sich schon jetzt – wir sind auf jeden Fall dabei. Ihr auch?

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    22 分
  • Folge 160: Ägypten - hier ist Schwimmen ein Privileg
    2026/06/17

    Diesmal sind wir bereits zu früher Stunde digital in Ägypten, genauer gesagt: in Kairo. Dort arbeitet unsere Gesprächspartnerin Nina Amin als Korrespondentin für die ARD und nutzt jede freie Minuten, um schwimmen zu gehen. Allerdings - ganz so einfach ist das nicht im Land der Pharaonen: Öffentliche Schwimmbäder gibt es hier nicht, wer in einem Pool seine Bahnen ziehen will, muss einen Club besuchen - Nina hat das Glück, einer ist direkt bei ihr um die Ecke.

    Zweimal in der Woche gibt es dort ein reines Frauenschwimmen, dann sind auch nur noch Bademeisterinnen vor Ort. Das sei immer eine richtig große Party, erzählt Nina. Dabei geht es dann weniger ums Bahnen ziehen, sondern ums hin und her schwimmen und sich dabei in aller Ruhe zu unterhalten und Spaß zu haben.

    Für die meisten Ägypter sind solche Clubs viel zu teuer. Auf dem Land gibt es oft noch nicht einmal das. Schwimmen ist kein Unterrichtsfach in der Schule, dabei liegt Ägypten im Norden direkt am Mittelmeer und im Osten am Roten Meer. Der Nil, der sich quer durch das ganze Land zieht, wird zwar oft zum Abkühlen genutzt. Hier kommt es allerdings immer wieder zu Todesfällen durch Ertrinken, weil jemand in die Strömung gerät und dann einfach untergeht, viele Ägypter behalten beim Bad im Fluss zudem ihre Kleidung an.

    Wer es sich leisten kann, bezahlt privaten Schwimmunterricht für seine Kinder, aber sehr viele Ägypter:innen können gar nicht schwimmen. Wasser ist in dem Land ein sehr kostbares Gut. Darin zu schwimmen, in Bädern seine Freizeit zu verbringen, wie es für viele Heranwachsende in Deutschland einfach selbstverständlich dazu gehört - das gibt es hier nicht.

    Badekleidungsvorschriften gibt es in den Clubs in der Regel nicht, hier sieht man Bikinis neben Burkinis bunt gemischt, erzählt Nina. So wenig wie in Clubs Fahren die meisten Ägypter:innen aber auch nicht an Meer, zum Strand. Dort gibt es meist abgegrenzte Resorts, zu vielen Strandabschnitten hat man gar keinen Zutritt. An manchen Stränden gibt es eigene Bereiche nur für Frauen. Für alle gilt immer und überall: Oben ohne geht gar nicht! Man muss nicht im Burkini ins Wasser gehen, aber schon ausreichend bedeckt sein.

    An der ägyptischen Mittelmeerküste gibt es sehr starke Strömungen - immer wieder gehen Menschen dort trotz roter Flagge ins Mehr, erst im letzten Jahr gab es einen spektakulären Fall, wo an der Küste acht Menschen ertrunken sind.

    Am Roten Meer gibt es andere Probleme. Es ist eins der schönsten Meere, die Nina kennt, erzählt sie, mit einem faszinierenden Fisch- und Korallenwelt, nach wie vor. Hier ist der Tauchtourismus noch immer stark ausgeprägt, Ägypten setzt aber vermehrt auf Korallenschutz. Nachts im Roten Meer schwimmen darf man ohnehin nicht. Nachtaktive Raubtiere wie Haie, Muränen und Steinfische beginnen dann ihre Jagd, während Strömungen und Riffkanten nicht mehr gut zu erkennen sind

    Weltklasse-Schwimmer:innen aus Ägypten gibt es durchaus - wie Farida Osman, die 2017 als erste ägyptische Schwimmerin eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft gewann. In der Regel kommen sie jedoch aus eher privilegierten Elternhäusern. Auch in Ninas Club gibt es eine Trainingsgruppe, lauter Frauen, „und alle wahnsinnig gut und schnell!“ Drei- bis viermal pro Woche werde dort trainiert, wenn sich ein Talent herauskristalliere, dann werde das vom Staat auch gefördert. Schließlich gebe es im Land auch Begeisterung für Schwimmwettkämpfe bei Olympia, erzählt Nina. Aber andere Sportarten wie Fußball stehen dann doch weit mehr im Fokus.

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    33 分
  • Folge 159: Held der Meere
    2026/06/10

    Die Sommerurlaubszeit hat längst begonnen und deswegen geht es in dieser Folge nicht um Chlor- sondern um Salzwasser! Denn viele zieht es in diesen Wochen ans Meer, zum schwimmen, tauchen oder surfen und es gibt wohl wenige Menschen, die sich der Faszination der Ozeane entziehen können. Wenn da nicht dieses kleine „aber“ wäre … Auch wenn wir es nur zu gern verdrängen: Natürlich ist uns allen klar, dass es den Meeren und somit auch den darin schwimmenden Lebewesen nicht wirklich gut geht. Nicht nur wegen der zunehmenden Erwärmung der Meere, sondern auch wegen des ganzen Unrats, der darin herumschwirrt, allem voran das viele Plastik.

    Uns heutiger Gesprächspartner ist deshalb der Speaker und Podcaster Christian Weigand, der das Konzept „Blue Awareness“ entwickelt hat, was mittlerweile ein gemeinnütziger Verein geworden ist. Er ist professioneller Redner für Unternehmen und Veranstaltungen und spricht über Nachhaltigkeit, Meere und Selbstwirksamkeit.

    Das Tolle an ihm: Er läuft nicht etwa den ganzen Tag mit erhobenem Zeigefinger herum und fordert dazu auf, ab sofort asketisch zu leben, sein Motto ist vielmehr: „take three for the sea“. Heißt: Wenn wir beispielsweise im Urlaub am Strand entlang gehen und nur drei Plastikteile aufheben, haben wir schon was getan. Denn das sind drei Teile weniger, die von den Meeresbewohnern mit wertvoller Nahrung verwechselt werden können, drei Teile weniger, an denen ein Wesen im Wasser ersticken oder sich damit strangulieren kann.

    Diese Haltung spürt man auch in seinem erfolgreichen Podcast „Helden der Meere“. Auch hier geht es nicht darum, moralinsauer aufzuzählen, dass vermutlich rund fünf Trillionen Plastikteile in den Ozeanen schwimmen oder um wieviel Grad die Meerestemperatur mal wieder gestiegen ist - stattdessen hat er alle 14 Tage Gäste, die von der Faszination des Meeres erzählen.

    Wie sie mit Haien schwimmen oder Orcas filmen, abenteuerliche Expeditionen machen, von steilen Klippen springen, als Tankerkapitän arbeiten oder ein mexikanisches Drogenkartell verfolgen, das illegal in einem Naturschutzgebiet fischt.

    Aufregende und faszinierende Geschichten, die einem auf ihre ganz eigene Art bewusst machen, was sich für eine wunderbare und besondere, mitunter aber auch ganz schön unheimliche Welt da unter Wasser auftut. Auch für Christian selbst ist das ein großer Spaß - selbst wenn es sehr häufig gar nichts mit Meeresschutz zu tun hat.

    Wir können nicht anders - wir müssen ihn auch danach fragen, wie er die Aktion rund um den Wal in der Ostsee erlebt hat. An dieser Stelle nur so viel: Begeistert hat ihn diese ganze Sache nicht.

    Christian ist nicht nur Redner und Podcaster - und leidenschaftlicher Surfer - er hat zusammen mit dem Journalisten Florian Sturm auch ein Buch gemacht: „Ein Leben für den Ozean“ heißt es und eine von uns hat es natürlich zuhause im Regal stehen und ist im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig begeistert! Umso größer die Freude, dass im November 2026 die zweite Ausgabe erscheinen wird. Während es im ersten Band um Ostsee, Nordsee und Nordatlantik geht, dreht sich der zweite Band um den Europäischen Atlantik. Und wer nicht nur lesen, sondern auch schauen will, bekommt außerordentlich schöne Bilder zu sehen - aus den Tiefen der Ozeane. Das Weihnachtsgeschenk ist safe!








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    45 分
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