• Was Hängebrücken mit Verliebtheit zu tun haben
    2026/03/26
    Kann eine einzige Frage darüber entscheiden, wie zufrieden wir mit unserem Leben sind? Und was hat eine wacklige Hängebrücke damit zu tun, dass sich Menschen plötzlich verlieben – ohne zu wissen warum? In dieser Episode sprechen wir über zwei spannende Phänomene aus der psychologischen Forschung, die mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde – und die zeigen, wie wenig wir unserem eigenen Erleben manchmal trauen sollten. Wir unterhalten uns darüber wie wir diese Phänomene in unserer therapeutischen Praxis anwenden und was es für Hörerinnen und Hörern im Alltag bedeuten kann. Mitchell C, Reese E, Salmon K, Jose P. Narrative coherence, psychopathology, and wellbeing: Concurrent and longitudinal findings in a mid-adolescent sample. J Adolesc. 2020 Feb;79:16-25. doi: 10.1016/j.adolescence.2019.12.003. Epub 2019 Dec 23. PMID: 31877482. Dutton & Aron (1974) „Some Evidence for Heightened Sexual Attraction Under Conditions of High Anxiety" Journal of Personality and Social Psychology, 30(4), 510–517
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  • Wie unsere Stimmung die Verangenheit ändert
    2026/03/19
    Was, wenn ausgerechnet Menschen mit einer pessimistischen Grundhaltung besonders gut auf therapeutische Interventionen ansprechen? Und was hat meine Stimmung von heute damit zu tun, wie ich an gestern denke?#Studie 1: Pessimismus und Schmerzwahrnehmung In einem Experiment mit TENS-Geräten zeigte sich: Pessimistisch eingestellte Teilnehmerinnen erlebten unter negativer Suggestion deutlich mehr Schmerz – aber sie profitierten auch am stärksten, wenn die Erwartungshaltung gezielt in eine positive Richtung gelenkt wurde. Ein Pendel, das in beide Richtungen schwingt. Was bedeutet das für die therapeutische Arbeit mit Menschen, die in einem sehr eingeengten, negativen Fokus feststecken? Und was sagt uns das über unsere eigene Erwartungshaltung als Therapeutinnen? Studie 2: Aktuelle Stimmung färbt die Vergangenheit Wie wir Vergangenes erinnern und bewerten, hängt stärker von unserer gegenwärtigen Stimmung ab, als wir oft annehmen. Das zeigt ein Experiment, in dem der zuletzt gesehene Gesichtsausdruck die Bewertung aller vorherigen Eindrücke beeinflusste. Für die Praxis bedeutet das: Die Gegenwart ist kein neutraler Beobachter der Vergangenheit – sie ist deren Mitautorin. Ursula teilt außerdem konkrete Techniken aus dem Hypno-Writing, die genau hier ansetzen.
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