エピソード

  • #5/8: Sabbaticals, Schönheit, Sea of Sameness
    2026/04/15
    Stefan Sagmeister hat Cover für die Rolling Stones und Lou Reed gestaltet, Designgeschichte mitgeschrieben und Ausstellungen von New York bis Indonesien umgesetzt. Gleichzeitig ist er bekannt dafür, sein Studio regelmäßig für ein Jahr zuzusperren – für Sabbaticals, die mehr sind als verlängerte Urlaube. In dieser Episode von „Less of the Same“ spricht Charlotte Buffler mit ihm darüber, wie man in einer globalisierten Ästhetik und in effizienzgetriebener Kreativarbeit bewusst Brüche schafft. Sagmeister erzählt von einer Karriere, die mit einer Einladungskarte mit Nacktbild begann – einem Projekt, das ihn fast seinen einzigen Kunden gekostet hätte und ihm am Ende internationale Sichtbarkeit verschafft hat. Er beschreibt, wie aus einem Studio mit klassischer Auftragsarbeit Schritt für Schritt ein Sabbatical Studio wurde, das heute fast ausschließlich an eigenen, langfristigen Themen arbeitet: Glück, Schönheit, Langzeitdenken. Im Zentrum steht die Frage, was Kreativität wirklich nährt. Sagmeister spricht über seine Sabbaticals in New York, Indonesien, Mexiko, Madrid und den österreichischen Alpen – mal ohne Plan, mal mit strengem Stundenplan, immer als Versuch, Routinen zu unterbrechen und Platz für neue Gedanken zu schaffen. Er erzählt, warum ausgerechnet die Projekte, die während dieser Pausen entstanden sind, heute den Kern seines Werks ausmachen. Das Gespräch bewegt sich zwischen persönlicher Biografie, Designgeschichte und Kulturkritik: von einer Designszene, die in den 90ern noch über Provokation gestritten hat, über eine Gegenwart, in der Instagram-Ästhetik und globale Markenbilder vieles glattziehen, bis zur Frage, ob wir uns gerade in einer neuen „Sea of Sameness“ bewegen. Sagmeister erklärt, warum Menschen gleichzeitig Vertrautes und Neues brauchen – und wie die Balance kippt, wenn Sicherheit, Angst oder wirtschaftlicher Druck ins Spiel kommen. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Glück. Aufbauend auf seiner „Happy Show“ und dem „Happy Film“ spricht Sagmeister darüber, warum Information allein – ob aus 100 Büchern oder einer KI-Zusammenfassung – nicht reicht. Entscheidend sei die tiefe Beschäftigung mit einem Thema und die Frage, wie sich Erkenntnisse wirklich ins Leben integrieren lassen. Er erzählt, wie ihn die Arbeit mit dem Psychologen Jonathan Haidt dazu gebracht hat, Beziehungen, Arbeit und größere Projekte neu zu sortieren – mit überraschend pragmatischen Konsequenzen. „Glück macht mich produktiver“, sagt Sagmeister – und widerspricht damit der romantischen Idee, dass Leiden automatisch zu besserer Kunst führt. Er plädiert für eine ernst genommene Lebensfreude, verbunden mit Disziplin und harter Arbeit. Picasso, Warhol, Lou Reed: Für ihn sind sie Beispiele dafür, wie Fleiß, Neugier und eine fast obsessive Produktion Teil einer kreativen Biografie werden. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in die Arbeitsweise eines der bekanntesten österreichischen Designer, sondern auch in eine Haltung zu Zeit, Risiko und Schönheit. Es geht darum, wie man Pausen so plant, dass aus ihnen wirklich Neues entsteht, wie man sich nicht von Algorithmen den Geschmack diktieren lässt – und warum die wichtigste Entscheidung oft die ist, etwas wirklich anders zu machen, auch wenn niemand danach gefragt hat. Diese Episode ist für alle, die sich fragen, wie man über Jahre kreativ bleibt, warum es Mut braucht, Arbeit zu unterbrechen, und wie man in einer Welt voller Templates eine eigene visuelle und inhaltliche Sprache findet.
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    57 分
  • #4/8: Analoge Rebellion
    2026/03/24
    Florian Kaps glaubt an das Unmögliche. Als der Rest der Welt die Sofortbildfotografie längst für tot erklärt hatte, kaufte er 2008 die letzte Polaroid-Fabrik – und erschuf aus einem scheinbar gescheiterten Medium eine Bewegung. In dieser Episode von „Less of the Same“ spricht Charlotte Buffler mit dem Biologen, Unternehmer und selbsternannten „Spinnenaugenmuskelexperten“ über die Kraft des Analogen in einer Wirklichkeit, die von digitalen Oberflächen dominiert wird. Kaps ist überzeugt: Das Digitale ist nicht der Feind, sondern die größte Chance, die das Analoge je hatte. Indem wir uns an Effizienz und Bequemlichkeit gewöhnen, verlieren wir das Gespür für das, was echt ist – für Geruch, Berührung, Temperaturschwankung, Zufall. Im Gespräch erzählt er, warum Perfektion langweilig ist, Imperfektion hingegen Intimität schafft, und weshalb jede gute Idee ein Stück „Unmöglichkeit“ in sich tragen sollte. Im Zentrum steht seine Philosophie des Spürens. Kaps argumentiert, dass unsere fünf Sinne das Fundament jeder Entscheidung sind – im Leben, in der Liebe, in der Kreativität. Während digitale Geräte höchstens zwei Sinne bedienen, erinnern uns Geruch, Geschmack und Tastsinn daran, wer wir wirklich sind. In seinem Wiener Projekt SuperSense hat er diesem Gedanken Raum gegeben: einem Ort, an dem Handwerk, Chemie und Technologie aufeinandertreffen, um das Analoge neu zu erfinden. Das Gespräch berührt Themen zwischen Wirtschaft, Kultur und Sinnlichkeit: vom Kapitalismus, der zu schnell denkt, über die Autoindustrie in der emotionalen Sackgasse, bis zur Frage, was junge „Digital Natives“ an analogen Materialien so fasziniert. Kaps spricht dabei weniger über Retro-Nostalgie als über Zukunft: über eine Generation, die gelernt hat, mit dem Digitalen zu leben – und die jetzt beginnt, es kreativ mit dem Echten zu verweben. „Trust your senses“ ist sein Leitmotiv – eine Einladung, den eigenen Wahrnehmungen wieder zu vertrauen, anstatt nur Daten, Algorithmen oder Markenbotschaften zu glauben. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in eine außergewöhnliche Unternehmergeschichte, sondern auch in eine Haltung zum Leben: mutig, neugierig, handfest.
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    48 分
  • #3/8: Kunst, Algorithmen und Authentizität
    2026/03/19
    In dieser Folge von „Less of the Same“ sprechen wir mit der Wiener Künstlerin Deborah Sengl über Kunst in einer Welt, in der Algorithmen unsere Wahrnehmung sortieren und eine „Sea of Sameness“ erzeugen. Es geht darum, wie Social Media, Plattformisierung und Personalisierung Bilder glätten, Unterschiede minimieren und eine visuelle Monokultur schaffen – und warum Kunst genau dieses Gleichförmige stören muss. Deborah Sengl arbeitet seit Jahrzehnten als Künstlerin und ist bekannt für ihren unverwechselbaren Stil zwischen Maskerade, Tierköpfen, Humor und politischer Schärfe. Sie erzählt, wie sie digitale Plattformen gleichzeitig als Verstärker und als Gleichmacher erlebt: Algorithmen verkleiden Wiederholung als Innovation, dieselben Ideen tauchen immer wieder mit leicht verändertem Filter auf, und dennoch bleiben viele unbequeme Themen unsichtbar. Die Folge kreist um drei große Linien: Authentizität, Provokation und Kunstfreiheit. Sengl macht deutlich, dass sie ihre Themen nicht nach Markt, Trend oder Verkäuflichkeit auswählt, sondern nach innerem Druck – nach dem, was sie persönlich nicht loslässt. Sichtbarkeit und „Marke“ entstehen für sie aus Konsequenz und Haltung, nicht aus kalkuliertem Selbstbranding. Gleichzeitig nutzt sie Social Media pragmatisch als Bühne, ohne die Logik der Plattform ihre Kunst bestimmen zu lassen. Besonders eindrücklich sind die Passagen, in denen es um Provokation geht: vom gekreuzigten Huhn mit KFC-Schriftzug als Kommentar zur Massentierhaltung bis zu Arbeiten, die sich mit Missbrauch in Institutionen auseinandersetzen. Sengl spricht über Missverständnisse, Shitstorms, Drohungen und öffentliche Aufregung – und darüber, warum ihre Kunst keine Provokation um der Provokation willen ist, sondern eine Reaktion auf eine Welt, die sie selbst als hart und von Krisen geprägt erlebt. Ein zentrales Motiv ist Reibung. Sengl beschreibt, wie wichtig Widerspruch, Dialog und Grautöne für eine lebendige Öffentlichkeit sind – und wie sehr sie in einer Kultur des „Senden ohne Zuhören“ fehlen. Sie warnt davor, dass aus Angst vor Kontroversen nur noch harmlose, unpolitische Kunst gefördert wird und Kunstfreiheit so schleichend unter Druck gerät. Gleichzeitig gibt die Folge Einblicke in ihren kreativen Prozess: woher ihre Themen kommen, wie Neugier sie dazu bringt, immer wieder neue Medien und Formate auszuprobieren, und warum ein Werk für sie in dem Moment abgeschlossen ist, in dem sie den berühmten letzten Punkt setzt. So verbindet das Gespräch gesellschaftliche Analyse mit sehr persönlichen Einblicken in das Arbeiten einer Künstlerin, die sich konsequent dem „more of the same“ verweigert.
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    1 時間 11 分
  • #SPECIAL zum Weltfrauentag
    2026/03/07
    Warum sitzen in vielen Entscheidungsräumen noch immer zu wenige Frauen – obwohl Studien zeigen, dass diverse Teams bessere Entscheidungen treffen? In diesem Podcast Special von Less Of The Same spricht Host Charlotte Bufler anlässlich des Weltfrauentags mit Frauen aus Wirtschaft, Politik und Medien über Macht, Führung und strukturelle Veränderungen. Es geht nicht um Gender-Bashing oder symbolische Diversität. Es geht um Perspektiven, Systeme und darum, wie echte Veränderung entsteht.
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    43 分
  • #2/8 Kreativität jenseits der Komfortzone
    2026/02/27
    In der zweiten Folge des „Less of the Same“ Podcasts nehmen wir uns der Herausforderung an, die gewohnten Denkweisen und eingefahrenen Muster zu durchbrechen. Gemeinsam mit Charlotte Bufler und Helmut Stekl werfen wir einen Blick darauf, wie wir aus der "Komfortzone" ausbrechen können, um zu neuen, kreativen Lösungen zu gelangen. Wie kommen wir zu „Less of the Same“ in einer Welt, die von Wiederholungen und vorhersagbaren Ergebnissen dominiert wird? Die Antwort liegt in der Neugierde, im Mut und in der Bereitschaft, auch mal das Unangenehme zu wagen. In dieser Folge diskutieren wir, wie wichtig es ist, die eigene Komfortzone zu verlassen und die kreative Energie durch das Spiel mit Unbekanntem zu fördern. Wir sprechen über die Bedeutung von Neugier, dem Loslassen von Erwartungshaltungen und der Freude am Prozess, die oft den Weg zu echten Innovationen ebnen. Lass dich inspirieren und höre, wie du durch das Brechen von Regeln und das Annehmen neuer Perspektiven echte kreative Freiheit erleben kannst. Eine spannende Reise in die Welt der Kreativität wartet auf dich!
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    40 分