エピソード

  • Schamanismus, Geister und Samadhi mit Philip Trumpler
    2026/05/01

    Philip Trumpler, geboren 1972 in Zürich, machte eine kaufmännische Lehre – und brach dann aus allem aus. Mit 19 erlebte er seine ersten Astralreisen und verbrachte Zeit als Laie im ältesten Kloster des Bergs Athos. Danach reiste er nach Westafrika, wo er in Ghana und Gabun in spiritistische und initiatorische Traditionen eingeweiht wurde. Es folgten Mexiko, der peruanische Amazonas und nach weiteren Stationen schliesslich der Himalaya, wo er mit 39 seinen Guru fand und in Kriya Yoga initiiert wurde. Heute lebt er auf Madagaskar, wo er in den Stamm der Mikea aufgenommen wurde – einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften der Insel.


    Im Gespräch erzählt Philip von einem Leben zwischen den Welten. Er beschreibt, wie er als Kind Geister sah, wie man ihm sagte, das gebe es nicht – und wie er diesen Faden mit 19 wieder aufnahm. Was alle Stationen verbindet, ist eine beharrliche Neugier: Philip will nicht glauben, sondern sehen. Und was er sieht, ist so weit ausserhalb des Normalen, dass er es selbst kaum fassen kann – ohne aber daran zu zweifeln.


    Wir sprechen über:

    🌿 Kindheit und Vergessen – Geister sehen und schweigen lernen

    ✨ Astralreisen und der Himmel – Engelwesen, Lichtfrequenzen und Rückkehr

    ⛪ Megisti Lavra – Askese, Herzgebet und der direkte Zugang

    👻 Poltergeist und Geisterkontakt – wenn Dosis nichts mehr bedeutet

    🥁 Ghana und die Ashanti – Spiritismus, Hilfsgeister und eine Meerjungfrau

    🌑 Gabun und der Mbiri-Kult – Iboga und die Begegnung im Ahnenland

    🌵 Die Huichol in Mexiko – Zufall, Zugehörigkeit und die Pilgerfahrt nach Wirikuta

    🐍 Die Shipibo im Amazonas – Diäta, Ayahuasca und Chips aus einer verzauberten Welt

    🏔️ Der Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee und gibt die Diksha

    🧘 Kriya Yoga – derselbe Raum, andere Werkzeuge

    🌲 Die Mikea auf Madagaskar – aufgenommen als «der weisse Mikea»

    🌍 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

    Die Erfahrungen, die Philip beschreibt, liegen weit ausserhalb meines Erfahrungshorizonts. Ich begegne ihnen so, wie ich allen Erfahrungen im Podcast zu begegnen versuche: neugierig, ohne Vorurteil – und ohne Bestätigung.

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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:01:58 Philip Trumpler – Biografie

    00:03:05 Als Kind Geister gesehen – und vergessen

    00:08:39 Askese im ältesten Kloster des Bergs Athos

    00:12:03 Ein Poltergeist in der Stereoanlage

    00:18:58 Ghana – Initiation bei den Ashanti

    00:27:41 Geister haben Charaktere, Macken und Grenzen

    00:31:37 Gabun – vier Tage Iboga-Initiation beim Mbiri-Kult

    00:40:22 Was eine Einweihung an Pflichten mitbringt

    00:42:54 Geister können Gutes tun – und Böses

    00:45:30 Mexiko – gestrandet bei den Huichol

    00:54:49 Den Tod kennen – aus eigener Erfahrung

    00:56:52 Die Pilgerfahrt nach Wirikuta

    00:59:54 Peru – Ayahuasca, Diäta und Chips aus einer verzauberten Welt

    01:12:21 Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee

    01:21:03 Meditation und Psychedelika – derselbe Raum, andere Werkzeuge

    01:25:41 Madagaskar – aufgenommen als weisser Mikea

    01:30:43 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

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    1 時間 37 分
  • Stille, Erschütterung und Engagement mit Dapel Rahel Gertsch
    2026/04/03

    Dapel Rahel Gertsch, geboren 1980, ist buddhistische Dharma- und Meditationslehrerin. Sie begann ihre Praxis im Meditationszentrum Beatenberg bei Fred von Allmen. 2005, nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama, gab sie ihren Beruf als Primarlehrerin auf und reiste mit einem One-Way-Ticket nach Indien. 2008 wurde sie zur Nonne ordiniert. Über 15 Jahre lebte sie in der Gemeinschaft «Dharmadatta», die sie mitgegründet hatte – in Indien, Mexiko und den USA. Nach einer tiefen Erschütterung in ihrer Tradition und einer Erkrankung an Long Covid kehrte sie 2024 in die Schweiz zurück. 2026 legte sie die Robe ab. Heute lehrt sie mit Fokus auf Ökodharma. Zu ihren Quellen zählen Joanna Macy und David Loy. Das Meditationszentrum Beatenberg bleibt ihre spirituelle Heimat.

    Im Gespräch erzählt Dapel von einer Reise, die im Schulzimmer begann und in die radikale Hingabe eines klösterlichen Lebens führte. Sie beschreibt den Weg zur Ordination, das Leben ohne Privatsphäre und die Kraft, die sie über viele Jahre trug. Ein zentrales Thema ist der Bruch des Vertrauens: Wie geht man um mit Missbrauch in der eigenen Linie? Wie zerbricht ein Ideal – und was bleibt? Wir sprechen über das Loslassen der Robe, der Rolle und der Gesundheit. Und darüber, wie gerade Krankheit und Krisen zu einer tieferen Praxis führen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ökodharma: Wie können buddhistische Methoden uns helfen, der Klimakrise mit Präsenz statt Ohnmacht zu begegnen?

    Wir sprechen über:

    🪑 Der Einstieg im Beatenberg – Fred von Allmen und die Freiheit der Stille
    🎨 Vom Dadaismus zum Dharma – Kunst, Präsenz und der Ruf der Meditation
    🧘‍♀️ Die Praxis der Grünen Tara – Archetypen und die Kraft der Visualisierung
    🏔️ One-Way-Ticket nach Indien – Unterweisungen beim Dalai Lama und Ordination
    🏠 Leben in der Gemeinschaft «Dharmadatta» – Zwischen Indien, Mexiko und den USA
    ⚖️ Machtmissbrauch und Erschütterung – Wenn das Fundament der Tradition wackelt
    🤒 Long Covid als Lehrmeister – Pacing, Körperweisheit und radikales Vereinfachen
    🧥 Das Ablegen der Robe – Identität, Abschied und ein neuer Weg im Alltag
    🌿 Ökodharma – Handeln ohne Anhaften am Ergebnis in Zeiten der Polykrise

    Ein Gespräch über den Mut zur Veränderung, die Integration von Schattenseiten und die Suche nach einem Dharma, der sich mitten in den Herausforderungen unserer Welt verkörpert.

    📌 Weitere Informationen: https://www.bodhibaum.ch


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    Inhalt

    00:00:00 Intro
    00:02:09 Wer ist Dapel Rahel Gertsch?
    00:05:05 Was bedeutet der Name «Dapel»?
    00:06:48 Erster Kontakt mit Meditation
    00:14:02 Sylvia Wetzel und feministische Traditionen
    00:22:07 Die Begegnung mit dem Dalai Lama als Wendepunkt
    00:28:44 Entscheidung zur Ordination als buddhistische Nonne
    00:36:23 15 Jahre Gemeinschaft Dharmadatta
    00:49:08 Von Indien nach Mexiko: Dharma auf Spanisch
    00:54:05 Wie Sprache und Kultur die Lehre verändern
    00:58:59 Weiterzug in die USA
    01:00:59 Erschütterung, Krise und Long Covid
    01:16:15 Verlassen der Gemeinschaft und Rückkehr in die Schweiz
    01:21:13 Ablegen der Robe nach 18 Jahren
    01:28:28 ÖkoDharma: Von Ohnmacht zu weisem Mut
    01:47:40 Infos und Angebote von Dapel

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    1 時間 53 分
  • Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk
    2026/03/06

    Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012 das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet. Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.

    Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?

    Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers. Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag verkörpert.

    Wir sprechen über:

    🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt Philosophie🧭 Einstieg in Zen – Krise, Suche und der Sprung ins Sesshin⚖️ Mushotoku – Ziellosigkeit und Motivation im Spannungsfeld🤝 Sangha – Gemeinschaft, Verantwortung und Alltagspraxis🧑‍🏫 Meister–Schüler-Beziehung – Nähe, Reibung und Emanzipation🕯️ Krankheit & Tod – Begleitung des Lehrers und Abschied🚲 Pilgerschaft auf zwei Rädern – langsames Loslassen des Lehrers⛩️ Zen in Japan – Ausbildungstempel, Rituale und Grenzerfahrungen📜 Dharma-Übertragung (Shihō) – Verantwortung ohne Rezept🎶 Zen & Kunst – Begegnungen mit Musik und Improvisation

    Ein Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden will.

    📌 Weitere Informationen:

    🌐 ⁠https://www.zen-zurich.ch⁠🎬 ⁠https://www.youtube.com/@myosanfunk⁠


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    Inhalt:

    00:00:00 Intro
    00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk
    00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?
    00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung
    00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?
    00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen
    00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku
    00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter
    00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten
    00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise
    00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel
    01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag
    01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis
    01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung
    01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis
    01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten



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    1 時間 58 分
  • Pflege, Einsicht und Herzqualitäten mit Ingeborg Mösching
    2026/02/06

    Ingeborg Mösching (*1953) ist Meditationslehrerin, MBSR-Lehrerin und ehemalige Pflegefachfrau. Über viele Jahre arbeitete sie mit schwerkranken und sterbenden Menschen und integrierte Achtsamkeit später auch in klinische Kontexte, unter anderem am Universitätsspital Basel. Ihre Meditationspraxis begann 1986 in der christlichen Zen-Tradition und vertiefte sich später in Vipassana und den Herzqualitäten (Brahma-Vihāras). Prägend waren lange Schweigeretreats – unter anderem an der Insight Meditation Society und im Kloster Shwe Oo Min in Myanmar – sowie die Schulung und Autorisierung durch Fred von Allmen.

    Im Gespräch sprechen wir über Pflege als Schulungsraum, über lange Retreats und das Üben von Gleichmut im Angesicht von Leid. Ingeborg beschreibt eindrücklich, was sie unter «Nicht-Einsteigen» versteht – ein praktisches Loslassen von Identifikation, ohne Verdrängen. Es geht um Einsicht als gelebte Erfahrung, um Herzqualitäten jenseits von Idealisierung und um eine Meditationspraxis, die nicht auf aussergewöhnliche Zustände zielt, sondern im Alltag trägt.

    Wir sprechen über:

    🧒 Kindheit & Sinnsuche – frühe Grundfragen, religiöse Prägung und innere Zuflucht

    🔥 Krise als Wendepunkt – Trennung, Überforderung und die ersten Retreat-Erfahrungen

    🩺 Pflege als Praxisfeld – Nähe zu Leid, Sterben und Mitgefühl im Alltag

    Lange Retreats – Monate im Schweigen, alte Muster und tiefere Einsicht

    🌊 «Nicht einsteigen» – Gefühle halten, ohne Identifikation oder Verdrängen

    🪷 Herzqualitäten (Brahma-Viharas) – Metta, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut

    ⚖️ Gleichmut – Kapazität für Unangenehmes jenseits von Gleichgültigkeit

    🇲🇲 Sayadaw U Tejaniya – Geistzustand, rechte Haltung und entspannte Praxis

    🧭 Praxis im Alltag – Rolltreppe, Ungeduld und die Erinnerung an die Absicht

    🧑‍🏫 Linie und Ethik – Autorisierung, Verantwortung und Demut im Unterrichten

    🧠 Körper, Trauma und Nervensystem – Somatic Experiencing als Ergänzung

    🩹 Schmerz & Einsicht – Neuroplastizität, Konditionierung und Anatta

    Ein Gespräch über Praxis ohne Heilsversprechen – und darüber, wie sich Vertrauen, Freude und Verantwortung über Jahrzehnte vertiefen können.

    📌 Weitere Informationen zu Ingeborg Mösching:

    🔗 https://www.ingeborgmoesching.ch


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    Inhalt:

    00:00:00 Intro

    00:02:21 Biografischer Hintergrund

    00:05:08 Frühe existenzielle Fragen

    00:15:03 Einstieg in Zen- und Vipassana-Meditation

    00:20:25 Lange Retreats und Praxisintensität

    00:21:28 Warum lange Retreats?

    00:24:48 Konditionierungen und meditative Einsicht

    00:30:05 Erleuchtung und Befreiung vom Leiden

    00:32:24 Herzqualitäten, Gleichmut und Abgrenzung

    00:38:07 Brahmaviharas und Geisteskultivierung

    00:45:18 Praxis im Stil von Sayadaw U Tejaniya

    00:55:47 Kontinuität der Praxis im Alltag

    01:01:23 Geburt und Tod als Erfahrungsräume

    01:04:46 Tod als Teil der Praxis

    01:11:25 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin

    01:14:35 Lehrerlaubnis, Linie und Verantwortung

    01:18:47 MBSR, Somatic Experiencing und Integration

    01:23:46 Veränderung der Praxis über die Jahre

    01:30:49 Angebote von Ingeborg Mösching

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    1 時間 34 分
  • Spiritualität, Psychotherapie und Stabilität mit Ulla Schoch
    2026/01/02

    Ulla Schoch ist Psychotherapeutin, klinische Psychologin und Ritualbegleiterin. Sie hat viele Jahre in psychiatrischen Institutionen gearbeitet und führt heute eine eigene Praxis in Zürich. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit hat sie sich intensiv mit spirituellen Traditionen auseinandergesetzt – von christlicher Mystik über den kaschmirischen Shivaismus bis hin zum tibetischen Buddhismus und Zen in der Sōtō-Tradition. Ein zentrales Leitmotiv ihres Weges ist Krishnamurtis Satz: «Truth is a pathless land.»

    Im Gespräch spricht Ulla offen und persönlich über ihren spirituellen Werdegang, über die lange Trennung von Therapie und Spiritualität in ihrem Berufsleben und über die Frage, wie Meditation, Selbsterkenntnis und psychische Stabilität zusammenhängen. Sie erzählt von prägenden Jahren in Indien, vom Verlust ihres Mannes, von der Bedeutung von Struktur und Praxis im Alltag – und davon, warum Spiritualität ohne psychologische Arbeit aus ihrer Sicht riskant sein kann.

    Ein differenziertes, ehrliches Gespräch über Meditation jenseits von Wellness, über Leid, Verantwortung und Reife – und über die Notwendigkeit, spirituelle Praxis und psychotherapeutische Arbeit zusammenzudenken.

    Wir sprechen über:

    🧭 Spirituelle Biografie – christliche Prägung, Suche, Brüche und Übergänge

    🕉️ Indien & kaschmirischer Shivaismus – gegenstandslose Meditation, Sanskrit und das göttliche Prinzip

    🧘 Buddhismus als Praxis – Leid als Ausgangspunkt, Anwendbarkeit im klinischen Alltag

    🪷 Zen & Lehrerfrage – Zugehörigkeit, Praxisgemeinschaft und menschliche Meister

    🧠 Therapie & Selbsterkenntnis – Veränderung, Struktur und emotionale Stabilität

    ⚠️ Risiken der Meditation – Überforderung, Retreats und die Bedeutung von Begleitung

    🕯️ Ritual & Alltag – Struktur, Rhythmen, kleine Anker und gelebte Praxis

    🌀 Astrologie & I Ging – Zyklen, Demut und der Umgang mit dem Nicht-Wissen

    🌱 Entwicklung ohne Ziel – Geduld, Unvollkommenheit und lebenslange Praxis

    🤍 Integration – warum Meditation Psychotherapie nicht ersetzt, sondern ergänzt

    Ein Gespräch über Wachheit ohne Heilsversprechen, über spirituelle Praxis mit Bodenhaftung – und darüber, was es heisst, mit dem eigenen Leben zu leben, ohne es lösen zu wollen.

    📌 Weitere Informationen zu Ulla Schoch:

    🔗 https://www.praxisfuertherapie.ch


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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:02:04 Biografische Hintergründe und beruflicher Weg

    00:04:45 Krishnamurti und das Prinzip des weglosen Pfades

    00:06:29 Christliche Prägung als spirituelle Grundlage

    00:09:57 Indien, Hinduismus und kaschmirischer Shivaismus

    00:19:15 Körper, Seele und psychische Struktur

    00:26:43 Partnerschaft, Verlust und Trauererfahrung

    00:32:26 Buddhismus und kognitive Verhaltenstherapie

    00:35:01 Übergang vom tibetischen Buddhismus zum Zen

    00:41:42 Einflüsse von Brad Warner und Zen-Praxis

    00:48:03 Emotionale Prozesse in der Meditation

    00:56:52 Zen-Praxis und die Erfahrung des Ziellosen

    00:58:39 Akzeptanz und Leben mit dem Gegebenen

    01:00:28 Alltagsaktivitäten und meditative Qualität

    01:01:37 Gemeinschaft und Praxisumfeld

    01:03:49 Wiedereintritt in die reformierte Kirche

    01:05:37 Pluralität und Grenzen kirchlicher Angebote

    01:07:42 Astrologie, I-Ging und zyklische Perspektiven

    01:15:43 Rituale, Rhythmen und alltägliche Verankerung

    01:20:17 Spiritualität im Alltag und innere Praxis

    01:34:36 Weiterführende Informationen zu Ulla

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    1 時間 38 分
  • Zen, Aikido und Ritual Groove mit Nik Bärtsch
    2025/12/05

    Nik Bärtsch ist Pianist, Komponist, Produzent, Aikidoka und Autor – und ein Künstler, der Musik, Bewegung und Bewusstsein zu einem kohärenten Weg verbindet. Aufgewachsen in Zürich, geprägt von Rhythmus, Minimalismus, Zen und japanischer Ästhetik, entwickelte er seinen eigenen Stil: Ritual Groove Music oder Zen-Funk. Mit seinen Ensembles Mobile und Ronin erforscht er seit Jahrzehnten die Verbindung von Präzision, Flow und gemeinschaftlicher Präsenz.

    Im Gespräch erzählt Nik, wie Rhythmus sein Fundament wurde, wie Lehrer, Zen und Aikido seine Kunst formten – und warum Musik für ihn nie Selbstzweck, sondern ein Dienst an der Gemeinschaft ist. Wir sprechen über Kindheit, Körper, Kultur, Training – und darüber, wie Fehler, Disziplin und Hingabe zu Klarheit führen.


    Wir sprechen über:

    🥁 Frühe Prägung – Rhythmus als Ursprung, Klavier als Maschine und Universum

    🏫 Bildung & Wendepunkte – Scheitern, Förderung, strenge Lehrer und der Weg ins Konservatorium

    🎎 Japanische Ästhetik & Zen – Kurosawa, Sesshins und Präsenz als Haltung

    ⚔️ Aikido & Körperpraxis – Balance geben statt Balance verlieren

    🔧 Modulmusik – klare Strukturen, offene Form, Minimalismus, Groove und Ritual

    🌀 Mobile & Ronin – Zenfunk, Ensemblegeist, kollektive Energie

    ⏱️ 36-Stunden-Rituale – Musik als gemeinschaftliche Praxis jenseits von Eventlogik

    🎹 Philosophie des Spielens – Präzision statt Perfektion, Fehler als Impuls

    🧠 Forschung am MIT – Bewegung, Intention, Effortless Mastery

    🌬️ Körper & Atem – Hara, Gewicht, Geschmeidigkeit und Klangqualität

    🏠 Training im Alltag – Meditation, Bewegung und Präsenz als Lebensgrundlage

    ✈️ Stress & Verantwortung – Reisen, Organisation, Risiko und Gemeinschaft

    🌏 Musik als Beitrag – Hingabe als Weg, Resonanz als Wirkung


    Ein waches, offenes Gespräch über Kunst als Praxis, über Klarheit im Tun und über die Kraft gemeinsamer Präsenz – und darüber, warum Musik erst in der Gemeinschaft wirklich entsteht.


    📌 Weitere Informationen zu Nik Bärtsch:

    🔗 https://www.nikbaertsch.com


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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:02:43 Biografie

    00:04:52 Musik in der Kindheit

    00:06:47 Boogie-Woogie und erste Kompositionen

    00:10:57 Vom ruppigen Quartier ins Gymnasium

    00:23:32 Japan, Ästhetik und spiritueller Anker

    00:32:27 Studium am Konservatorium

    00:40:41 Vertiefung der Meditation

    00:48:07 Gründung von Mobile und Ronin

    00:52:39 Modulmusik erklärt

    00:59:55 Intellekt und unmittelbare Energie

    01:02:37 Was passiert beim Spielen?

    01:07:13 Zugang zum Aikido

    01:11:55 36-Stunden-Konzerte

    01:19:04 Musik und Meditation – Parallelen

    01:21:51 Fehlerkultur: Präzision statt Perfektion

    01:26:34 Bewegung, Klang und Intention

    01:33:55 Meditation und Kampfkunst im Alltag

    01:36:49 Herausforderungen im Musikerberuf

    01:40:27 Soll Musik die Welt verbessern?

    01:46:38 Persönlicher Kontakt und Community





















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    1 時間 49 分
  • Chan und Stilles Gewahrsein mit Hildi Thalmann
    2025/11/07

    Hildi Thalmann (Chang She) ist Chan-Lehrerin, Ärztin a. D., Mutter und Grossmutter – und eine Praktizierende, die ihren Weg vom katholischen Dorf über die Kinderneurologie bis zur chinesischen Wurzel des Zen gegangen ist. Geprägt von Kontemplation, Zen und der Begegnung mit Meister Sheng Yen leitet sie heute das Zentrum Chan Bern. Ihr Fokus: stilles Gewahrsein – nüchtern, präzise, alltagsnah.

    Im Gespräch erzählt Hildi, wie eine Lebenskrise sie zur Meditation führte, warum sie Erlebnis-Jagd hinter sich liess und wie Chan für sie zur stimmigen Heimat wurde. Wir sprechen über stille Praxis ohne Technik, über Durchbrüche und Demut – und darüber, wie Einsicht im Alltag gelebt wird.

    Wir sprechen über:

    🙏 Vom katholischen Glauben zum Sitzen ohne Objekt

    🩺 Medizin & Meditation – wenn Schmerz sich auflöst

    💔 Krise & Kontemplation – der Anfang des Wegs

    🌬️ Holotropes Atmen & Vipassana – Öffnung & Integration

    🍄 Psychedelika – Türöffner, aber kein Weg

    🧘 Zen-Erfolge & Chan-Klarheit – von Dogen zu Sheng Yen

    🪷 Stilles Gewahrsein – Sammlung und Einsicht zugleich

    ❓ Huatou – die Frage «Was ist Nichts?»

    🔄 Zustände & Modus – «just a state» ist nicht das Ziel

    🧭 Lehrer & Ethik – Kohärenz vor Charisma

    👧 Enkel & Emotionen – Praxis im Alltag

    ⚰️ Tod & Loslassen – stilles Glück und Gelassenheit

    🏛️ Humanistischer Chan – geerdet, engagiert, klar

    Ein stilles, ehrliches Gespräch über Erfahrung, Reifung und Vertrauen – und darüber, warum es genügt, vor der eigenen Tür zu wischen.

    📌 Weitere Informationen zu Hildi Thalmann / Chan Bern:

    🔗 www.chan-bern.ch


    🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

    Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

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    Inhalt

    00:00:00 Intro

    00:02:31 Biografie

    00:04:35 Frühe Spiritualität, Studium und Beruf

    00:10:53 Erste Kontakte mit Kontemplation

    00:14:37 Puristische erste Meditationsanleitung

    00:19:15 Breite spirituelle Suche, inkl. holotropes Atmen

    00:23:04 Psychedelika: Erfahrungen mit Ayahuasca

    00:31:17 Kultivierung von Bewusstseinszuständen

    00:38:16 Was ist Erkenntnis? Beispiel Schmerz

    00:41:57 Zwei Leben – als Zen-Praktizierende und als Ärztin

    00:44:02 Pensionierung, Chan und Zweitstudium

    00:48:37 Begegnung mit Meister Sheng Yen

    00:54:19 Unterschiede in den Anleitungen zum Zen

    01:00:12 Gründung des Ordens der Dharma-Trommel

    01:01:07 Humanistischer Aspekt von Sheng Yens Linie

    01:04:34 Beschreibung der Methode «Stilles Gewahrsein»

    01:10:02 Bleibt die Einsicht ins Nicht-Selbst?

    01:15:17 Erhalt der Lehrerlaubnis

    01:29:51 Herausforderungen im Alltag

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    1 時間 40 分
  • Liebe, Spiritualität und Schwulenbewegung mit Ernst Ostertag
    2025/10/03

    Ernst Ostertag, Jahrgang 1930, war Primarlehrer und Heilpädagoge – und ist bis heute eine Ikone der Schweizer Schwulenbewegung. Zusammen mit seinem Lebenspartner Röbi Rapp lebte er über 60 Jahre in Partnerschaft und engagierte sich seit den 1950er-Jahren unermüdlich für Gleichberechtigung, Erinnerungskultur und Menschenwürde. Weniger bekannt ist: Seit den 1960er-Jahren ist Ernst praktizierender Buddhist. Seine Praxis verbindet Gelassenheit und Mitgefühl mit einem lebenslangen Engagement – in Schule, Gesellschaft und Politik.

    Im Gespräch erzählt Ernst von frühen Erfahrungen des Andersseins, vom Ringen um Würde und Respekt, von Liebe und Verlust. Er spricht über die Bedeutung von Meditation in seinem Leben – nicht als Rückzug, sondern als Quelle für Klarheit und Mut.

    Wir sprechen über:

    🚶 Anders sein: Kindheitserfahrungen jenseits von Mehrheitsnormen
    🏫 Lehrer und schwul sein: Zwischen Erfolg und Verborgenheit
    ⚖️ Demokratie und Menschenwürde: Von Polizeigewalt zum Kampf für Respekt
    🎬 Der Kreis: Ein Film zwischen Dokumentation und Dramaturgie
    🪷 Buddhistischer Weg seit den 1960er-Jahren: Inspiration aus Indien und Praxis ohne Rückzug
    🌸 Meditation und Mitgefühl: Quelle für Ruhe, Gelassenheit und Engagement
    💔 Liebe und Verlust: Weiterleben nach dem Tod von Röbi Rapp
    🌍 Erinnerungskultur: Warum Geschichte erzählt werden muss

    Ein Gespräch mit einem Zeitzeugen, das Spiritualität, Gesellschaft und persönliche Integrität auf einzigartige Weise verbindet.

    📌 Weitere Informationen zu Ernst Ostertag:
    🔗 Film Der Kreis (Doku-Fiction)
    🔗 Biografie (Verborgene Liebe. Die Geschichte von Röbi und Ernst))
    🔗 www.schwulengeschichte.ch


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    Inhalt:
    00:00:00 Intro
    00:04:57 Verfilmung des Lebens
    00:12:21 Anfang der Ächtung gleichgeschlechtlicher Liebe
    00:15:24 Protestantische Kindheit
    00:22:18 Schule und Entdeckung der sexuellen Orientierung
    00:33:05 Gandhi und gewaltloser Widerstand
    00:44:47 Entdeckung des Buddhismus über Gandhi und D.T. Suzuki
    00:49:28 Spirituelle Erfahrungen im Christentum
    00:56:54 Beginn der Meditationspraxis
    01:04:51 Einheitserfahrung im Zen
    01:13:10 Veränderung im Alltag
    01:15:58 Das Ego beim Unterrichten in der Schule
    01:19:44 Hilfsorganisation ROKPA und Patenschaft
    01:26:46 Treffen mit grossen tibetischen Lehrenden
    01:35:24 Fliesst meditative Erfahrung ins Leben?
    01:50:54 Als schwuler Mann muss man sich oft rechtfertigen
    01:53:22 Wie Ernst den Tod seines Partners erlebt hat
    02:00:13 Website www.schwulengeschichte.ch
    02:03:59 Begegnung mit Giovanni
    02:10:08 Ernsts buddhistische Bücher
    02:24:45 Buch «Der Grottenzyklus von Dazu»
    02:32:04 Vergleich zur christlichen Ikonografie
    02:37:06 Führen alle Religionen zum Gleichen?

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