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Podcast - Deutsch

Podcast - Deutsch

著者: Martin Burckhardt
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概要

Dieser Podcast präsentiert Buchkapitel, die sich zu Audiostücke gewandelt haben, aber wird auch Gespräche mit anderen Autoren enthalten.

martinburckhardt.substack.comMartin Burckhardt
アート 文学史・文学批評 社会科学
エピソード
  • Im Gespräch mit ... Thilo Bode
    2026/05/03

    Es gibt eine eigentümliche Ironie in der Geschichte der Umweltbewegung: Ausgerechnet jene, die einst mit spektakulären Aktionen die Industrie zum Zittern brachten, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu braven Verwaltern des Status quo gewandelt. Thilo Bode, der als Greenpeace-Chef FCKW-freie Kühlschränke gegen den erbitterten Widerstand der Konzerne durchsetzte, zieht eine schonungslose Bilanz – und spart dabei nicht an Selbstkritik. Wenn einer, der sein halbes Leben dem Aktivismus gewidmet hat, zum Widerstand aufruft, stellt sich unweigerlich die Frage: Widerstand gegen wen eigentlich – gegen die Industrie, gegen die Politik, oder gegen die eigene Bewegung?

    Thilo Bode, der mit seinem vielbeachteten Buch Resist! Aufruf zum Widerstand soetwas wie eine politische Autobiographie vorgelegt hat, schaut darin auf ein Leben zurück, das ihm, von exponierter Stelle aus, einen tiefen Blick in die Verhältnisse erlaubt hat. Als junger Mann in der Entwicklungshilfe tätig, wurde er nach einem Intermezzo bei einem Mittelständler der Stahlindustrie zum Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, von 1995 bis 2001 zum CEO von Greenpeace International. 2001 gründete er die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und war bis zu seinem Ausscheiden Ende 2021 deren Internationaler Direktor.

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    1 時間 41 分
  • Im Gespräch mit ... Eva Ladipo
    2026/04/25

    Wenn junge Männer in Scharen zu Protestparteien strömen, liegt der Reflex nahe, von Verführung zu sprechen, von bösen Einflüsterern und Filterblasen. Doch was, wenn der Befund schlichter ist – und unbequemer? Eva Ladipo hat in ihrem Buch-Essay »Not am Mann« eine Bestandsaufnahme gewagt, die im kulturellen Klima der Gegenwart fast schon als Provokation gilt: Sie schaut hin, wo andere lieber wegschauen. Anstatt in der Entrüstung der moralischen Ökonomie zu baden, nimmt sie die Verschiebungen der politischen Ökonomie in den Blick – und hält dabei fest, dass vor allem der Wandel der Industriegesellschaft das Bild des Mannes – als Ernäher der Familie – ins Wanken gebracht hat. Insofern ist ihr Essay weniger ein Manifest als eine Diagnose – über verschwundene Helden, umgedeutete Begriffe und die sonderbare Tatsache, dass der Begriff der „toxischen Männlichkeit”, der einst ein therapeutisches Konzept für traumatisierte Männer darstellte, im Gefolge von MeToo zum Kampfbegriff geworden ist. Oder wie Eva Ladipo schreibt: »Es ist ein lässiger, geradezu schicker Männerhass entstanden.« Und weil sich das juste milieu in der modischen Misandrie ergeht, nimmt es nicht wunder, dass der moderne Mann, wie der Vorsitzende der Grünen, nur mit einem Akt der Selbstgeißelung moralische Pluspunkte einheimsen kann.

    Eva Ladipo ist Journalistin und Autorin. Sie hat zwei Romane und ein Sachbuch veröffentlicht und publiziert regelmäßig in deutschen Zeitungen. Als Journalistin arbeitete sie als Redakteurin, Korrespondentin und Ressortleiterin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Financial Times Deutschland, Vanity Fair, Financial Times und Die Welt.

    Eva Ladipo hat veröffentlicht

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    53 分
  • Im Gespräch mit ... Jörg Baberowski
    2026/04/06

    Dass der Populismus ein Gespenst sei, das die Demokratie heimgesucht habe, gehört zu den Glaubenssätzen unserer Zeit – als handle es sich um eine Krankheit, die man mit den richtigen Therapien kurieren könne. Doch was, wenn dieses Gespenst gar kein Eindringling ist, sondern ein Familienmitglied? Der Historiker Jörg Baberowski hat sich in die Abgründe des Begriffs begeben und dabei eine unbequeme Entdeckung gemacht: nämlich dass der Gegensatz von »denen da oben« und »uns hier unten« keine Verfallserscheinung, sondern geradezu ein Leitmotiv moderner Gesellschaften ist. Schon Heinrich Heine hat in seinem Wintermärchen die wunderbare Bemerkung gemacht, dass diejenigen, die das ideologische Eiapopeia vom Himmel singen, damit vor allem bestrebt sind, das Volk, den großen Lümmel ruhig zu stellen. Oder wie Baberowski schreibt: Der Populismus [ist] der immerwährende Schatten der Volkssouveränität. Und weil dies so ist, sind die Fronten keineswegs klar, sondern ist man, um so vertraut anmutende Begriffe wie Demokratie oder Repräsentation wirklich zu begreifen, zu einem Gang in die Geistesgeschichte genötigt. Genau dies ist der Gegenstand unseres Gesprächs: eine geistige Anatomie des Repräsentationsbegriffs und der Versuch, sich über seine zunehmende Dysfunktionalität Klarheit zu verschaffen.

    Jörg Baberowski ist ein deutscher Historiker und Gewaltforscher. Er ist seit 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Baberowski hat sich auf die Geschichte der Sowjetunion und des stalinistischen Terrors spezialisiert.

    Jörg Baberowski hat u.a. veröffentlicht

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    1 時間 25 分
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