Wenn alles wackelt und du trotzdem ruhig bleibst - mit Adil Oyan
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In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ treffe ich Adil Oyan, den Ersten Beigeordneten des Kreises Groß-Gerau – oder anders gesagt: den Vizelandrat.
Wir sprechen nur wenige Wochen nach der Kommunalwahl 2026 miteinander. Die politischen Mehrheiten haben sich verschoben – und plötzlich erscheint sogar eine Abwahl möglich. Und trotzdem sitzt mir ein erstaunlich entspannter Gesprächspartner gegenüber. Ich wollte wissen: Woher kommt diese Ruhe?
Adil nimmt mich mit durch seinen außergewöhnlichen Lebensweg – von den ersten Schuljahren in Wiesbaden und dem Wechsel in die Türkei (inklusive Anzugpflicht am ersten Schultag) über die Ausbildung zum Schreiner und ein nicht abgeschlossenes Studium der Holztechnik. Es folgten die Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger sowie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt öffentliche Hand und Gesundheitswesen. Mehr als 20 Jahre arbeitete er in der Pflege, unter anderem in der forensischen Psychiatrie – eine Zeit, die ihn geprägt hat: Dinge einordnen, abschließen und den Blick nach vorn richten. Führungserfahrung sammelte er als Personalrats- und später, nach der Privatisierung seines Arbeitgebers, als Betriebsratsvorsitzender – inklusive intensiver Verhandlungsarbeit.
Wir sprechen darüber, wie er aus einem ehrenamtlichen Engagement heraus eher unerwartet den Weg in die Berufspolitik gefunden hat, warum er sich schon früh bei den Grünen engagiert hat und wie aus Überzeugung schließlich ein Beruf wurde. Und auch darüber, was es bedeutet, ein politisches Amt auszuüben, bei dem man eigentlich nie wirklich Feierabend hat.
Natürlich geht es auch um seine Arbeit im Kreis Groß-Gerau: von großen Krisen wie der Afrikanischen Schweinepest bis hin zu den dauerhaften Herausforderungen – allen voran die angespannte finanzielle Lage der Kommunen und der Fachkräftemangel, besonders im Pflegebereich.
Und dann steht da ja noch dieser Darth Vader in seinem Büro. Auch darüber sprechen wir – und darüber, warum er sein eigenes Gesicht lieber nicht auf einem Star-Wars-Bösewicht sehen wollte.
Was mir aus dem Gespräch besonders hängen bleibt: Adils Blick auf Probleme. Oder besser gesagt: auf Herausforderungen. Für ihn sind sie kein Grund zur Resignation, sondern ein Antrieb, Lösungen zu finden. Vielleicht ist genau das der Schlüssel zu seiner Gelassenheit.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören!
DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch
mit Axel Schiel | Axel S.
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Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 03.05.2026
Technik: Timo Dorn | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de
Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com