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Grenzwertig Menschlich – Wie in der Festung Europa aus Menschen eine Bedrohung wird

Grenzwertig Menschlich – Wie in der Festung Europa aus Menschen eine Bedrohung wird

著者: Melissa Amann Pauline Evers Karoline Miklós und Katharina Wild
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概要

Grenzwertig Menschlich ist eine vierteilige Podcast-Reihe, die sich aktuellen sozialwissenschaftlichen Forschungsarbeiten zu Migration und Grenzen widmet. Dabei untersuchen wir Migrations- und Grenzpolitik unter der theoretischen Rahmung von Versicherheitlichung. In unserer ersten Folge sprechen wir über eben dieses Konzept der Versicherheitlichung und darüber, wie es Migrationspolitik formt. Durch diese Linse betrachten wir in der zweiten Folge die Abschiebelager Österreichs, in der dritten Folge die Rolle digitaler Datenauswertungen für queere Migration in Deutschland und in unserer Sonderfolge die Pushbacks an den EU-Außengrenzen. Viel Spaß beim Zuhören!

Die Podcast-Reihe „Grenzwertig menschlich“ ist eine Produktion von Radio Orange und der Universität Wien. Produziert und moderiert von Melissa Amann, Pauline Evers, Karoline Miklós und Katharina Wild.

Melissa Amann, Pauline Evers, Karoline Miklós und Katharina Wild 2026
エピソード
  • #4: Wessen Leben ist schützenswert? Die Brutalisierung des europäischen Grenzregimes
    2026/03/30

    Grenzwertig Menschlich, Folge 4: Wessen Leben ist schützenswert? – Die Brutalisierung des europäischen Grenzregimes. Von Karoline Miklós

    An den Grenzen Europas geht es immer brutaler zu. Immer wieder hören wir von versunkenen Booten, von Menschen, die auf der Suche nach einem sicheren und menschenwürdigen Leben im Mittelmeer sterben müssen. Gleichzeitig wird auch in Österreich weiterhin über Asylstopp und die Einschränkung von Familiennachzug diskutiert. Die europäische Migrationspolitik verschärft sich seit Jahren. Eine Entwicklung, die viele als „Brutalisierung des Grenzregimes“ beschreiben. In dieser Sonderfolge von Grenzwertig Menschlich richten wir den Blick auf diese zunehmende Brutalisierung. Gemeinsam sprechen wir über Push- und Pull-Backs, die Externalisierung von Grenzen, die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung und die Rolle von EU-Akteuren wie Frontex. Wir fragen, wie europäische Migrationspolitik systematisch Menschenrechte untergräbt, warum Solidarität zunehmend unter Druck gerät und was diese Entwicklungen für das Selbstverständnis Europas und unsere Gesellschaft bedeuten.

    Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über sensible Erfahrungen im Asylverfahren, die emotional belastend sein können. Nehmt euch Zeit und Ruhe, wenn ihr diese Folge hört, und unterbrecht jederzeit, wenn es für euch zu viel wird! Passt auf euch auf!

    Ressourcen & weiterführende Links:

    • Wenn ihr euch für die Arbeit von de:criminalize interessiert oder selbst aktiv werden wollt, findet ihr hier weitere Informationen: https://decriminalize.eu

    Credits:

    Moderation: Melissa Amann

    Skript, Aufnahme und Postproduktion: Karoline Miklós

    Einsendungen: Julia Winkler

    Jingle 1: Victoria Stellpflug

    Jingle 2: NotMeat2020 (Stems 3 (FINAL TRAP)) (CC 0)

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    31 分
  • #3: Queer genug? Was digitale Handy-Auswertungen mit (queeren) Schutzsuchenden machen
    2026/03/30

    Folge 3: Queer genug? Was digitale Handy-Auswertungen mit (queeren) Schutzsuchenden machen. Von Melissa Amann

    Queere Geflüchtete müssen im deutschen Asylsystem ihre Identität beweisen, während das Auswerten ihrer Smartphones tief in ihre Privatsphäre eingreift. In dieser dritten Folge der Podcastreihe sprechen wir über Versicherheitlichung, digitale Grenzen und queere Schutzsuchende in einem starren Asylverfahren.

    Im Gespräch mit Katharina gibt Melissa Einblicke in ihre Forschungsarbeit und zeigt, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit 2017 Smartphones und andere Datenträger auswertet und welche Folgen diese Praxis für die Betroffenen hat. Mit Beiträgen von Anna Biselli (Netzpolitik.org) und Davy Wang (Gesellschaft für Freiheitsrechte, eingesprochen von Dietmar Bauer) sowie Alva Träbert (LSVD+ Verband queere Vielfalt) richten wir den Blick auf die rechtlichen, politischen und emotionalen Auswirkungen digitaler Kontrolle und fragen: Wie kann Asyl Schutz bieten, wenn Queerness an Daten und Algorithmen gemessen wird?

    Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über digitale Kontrolle, Überwachung und sensible Erfahrungen im Asylverfahren, die emotional belastend sein können. Nehmt euch Zeit und Ruhe, wenn ihr diese Folge hört, und unterbrecht jederzeit, wenn es für euch zu viel wird! Passt auf euch auf!

    Ressourcen & weiterführende Links:

    • Studie „Das Smartphone, bitte! Digitalisierung von Migrationskontrolle in Deutschland und Europa“ von Anna Biselli und Lea Beckmann, herausgegeben von der GFF.
    • Anna Bisellis Artikel bezüglich der Handydatenauswertungen (Schaut euch aber auf jeden Fall auch ihre älteren Artikel zu dem Thema an).
    • Wenn ihr euch für die Praktiken und Zustände in den Ausländerbehörden interessiert, schaut euch auch die Artikel von Chris Kover auf Netzpolitik.org und von Davy Wang. bei der GFF an.
    • Für mehr Informationen zu queeren Geflüchteten und Migrant*innen schaut auf jeden Fall auf der Website vom LSVD+ vorbei.

    Credits:

    Moderation: Katharina Wild

    Redaktionelle Mitarbeit: Pauline Evers

    Recherche und Skript: Melissa Amann

    Aufnahme, Planung und Produktion: Melissa Amann

    Titelmusik und Jingle: Victoria Stellpflug

    Musik: Kjartan Abel (On hold) (CC 4.0)

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    46 分
  • #2: “Freiwillige Ausreise”? Das System der Abschiebelager in Österreich
    2026/03/30

    Grenzwertig Menschlich Folge 2: “Freiwillige Ausreise”? Das System der Abschiebelager in Österreich. Von Pauline Evers

    Was passiert, wenn Migrationspolitik nur noch durch die Brille der Sicherheit gesehen wird? In dieser Folge blicken wir hinter die Mauern der österreichischen Abschiebelager und auf die menschlichen Folgen dieser Sicherheitspolitik. Pauline wird uns dabei Einblicke aus ihrer Studienarbeit geben, und darüber sprechen, warum manchmal genau die Menschen in diese Lager kommen, die überhaupt nicht abgeschoben werden können – und welche versteckten Kalküle dahinterstehen. Außerdem sprechen wir mit Nabaa Alawam, die monatelang im Rückkehrzentrum Bürglkopf lebte, und hören Imad, der im Anhaltezentrum Vordernberg inhaftiert war. Gemeinsam mit unabhängigen Rechtsberater*innen der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung entschlüsseln wir ein System, das Schutzsuchende isoliert, demobilisiert und Gewalt erfahren lässt. Ein System, das gezielt eine beinahe rechtlose Klasse von Menschen schafft, die als weniger wert behandelt werden.

    Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über sensible Erfahrungen im Asylverfahren, die emotional belastend sein können. Nehmt euch Zeit und Ruhe, wenn ihr diese Folge hört, und unterbrecht jederzeit, wenn es für euch zu viel wird! Passt auf euch auf!

    Ressourcen & weiterführende Links:

    • Studie zu Vordernberg: „There are no laws. They are the law.“ (2024) von der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung und Push-Back Alarm Austria
    • Dokumentarfilm zu Vordernberg: „Entwürfe“ (2013) von Juri Schaden (bürgerlich: Georg Oberlechner)
    • Website der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung
    • Kunst von Nabaa Alawam auf Instagram
    • Dokumentarfilm „Bürglkopf“(2025) von Lisa Polster, Initiative Bürglkopf Schließen, Petition zur Schließung von Bürglkopf

    Credits:

    Moderation: Katharina Wild

    Recherche und Skript: Pauline Evers

    Aufnahmen und Postproduktion: Pauline Evers

    Redaktionelle Mitarbeit: Melissa Amann

    Titelmusik und Jingle: Victoria Stellpflug

    Musik: Kjartan Abel (Winterstorm II: A Cinematic and ambient soundscape) (CC 4.0)

    Sendungsausschnitt: Radio Orange (Keine Lobaufragewanderung mit Ulli Sima, Wir haben Platz Demo in Wien, #HassistnichtnormalKundgebung) (CC 4.0)

    Sendungsausschnitt: Radio Helsinki (‘Wir wollen die menschenverachtende Festung Europa niederreißen!‘ – Grenzen töten | Widerstandschronologie) (CC 4.0)

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    48 分
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