Herzlich willkommen zu Tag 25 meines Arbeitslosenupdates.
Es ist verrückt, das laut auszusprechen: Fast vier Wochen sind rum. Und wisst ihr, was die Frage ist, die mir (und vielleicht auch euch) ständig im Kopf rumgeistert? „Jessi, warum bist du eigentlich noch arbeitslos? Liegt es an dir? Bist du faul?“
Die Antwort ist so simpel wie frustrierend: Nein, es liegt am System. In dieser Folge nehme ich euch mit in den absurden Marathon moderner Bewerbungsprozesse. Wir reden nicht mehr über ein kurzes Kennenlernen. Wir reden über sechs, sieben oder acht Runden. Von HR-Calls über Case Studies bis hin zum „Kennenlernen vor dem Kennenlernen“. Ich erkläre euch, warum ich nicht schneller sein kann als die Terminkalender der Unternehmen und warum Arbeitslosigkeit im Jahr 2026 oft einfach nur bedeutet, in der Warteschleife anderer Menschen festzustecken.
Besonders der letzte Freitag war ein Weckruf: Acht Gespräche an einem Tag. Achtmal die eigene Story erzählen, achtmal volle Konzentration, achtmal „sich verkaufen“.
Ich war danach mental am Ende und musste mir schmerzhaft eingestehen: Bewerbungsgespräche sind kein normaler Job-Alltag.
Deshalb geht es diese Woche ums Priorisieren. Ich erzähle euch, warum ich einen Prozess bei einer absoluten „Love Brand“ gecuttet habe, obwohl die Marke toll war.
Gleichzeitig nutze ich die „gewonnene“ Zeit für Dinge, die im Job immer hinten runtergefallen sind. Ob Kieferschiene gegen den Stressschmerz, Hautkrebsvorsorge oder der Check U35 – ich mache gerade den großen Gesundheits-Roundcheck.
Warum das am Ende wichtiger ist als jede Luxushandtasche und was ein Buch über das Sterbebett mit meiner aktuellen Jobsuche zu tun hat, erfahrt ihr in dieser sehr persönlichen Folge.
Ich lerne gerade jeden Tag dazu, probiere mich aus und trete weit aus meiner Komfortzone. Danke, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet.
GaLiGrü, Eure Jessi