エピソード

  • Wie man Städte bewegt – Wirtschaftsförderung, Sport und Poetry Slam – mit Sebastian Hauf
    2026/05/13

    In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ spreche ich mit Sebastian Hauf – und wir landen ziemlich schnell bei der Frage, wie man eigentlich so viele Dinge gleichzeitig unter einen Hut bekommt. Denn Sebastian war nicht nur sechseinhalb Jahre Wirtschaftsförderer der Kreisstadt Groß-Gerau, sondern ist auch leidenschaftlicher Läufer, Poetry-Slammer, Moderator und Initiator der Slam-Jam-Reihe im Kreis Groß-Gerau.

    Wir sprechen darüber, wie er damals eher zufällig in die Wirtschaftsförderung „reingerutscht“ ist, warum gerade die Corona-Zeit seinen Job so besonders gemacht hat und wie man eine Innenstadt lebendig hält – mit Unternehmerfrühstücken, Stadtfesten, Heimatshoppen-Aktionen und ganz viel Netzwerkpflege. Sebastian erzählt, warum ihm Groß-Gerau immer noch am Herzen liegt, weshalb ihn das Aus der traditionsreichen Bäckerei Darmstädter getroffen hat und warum Innenstädte vor allem von Menschen leben, die Lust haben, etwas möglich zu machen.

    Außerdem reden wir über seinen Wechsel nach Langen. Dort verantwortet Sebastian heute nicht nur Wirtschaftsförderung und Stadtkommunikation, sondern auch Sport, Kultur, Stadthalle und Hallenbäder. Klingt nach viel? Ist es auch. Und trotzdem trainiert er nebenbei zehn bis elf Einheiten pro Woche, um sich wieder für die Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik zu qualifizieren.

    Natürlich geht es auch um Slam Jam und die Poetry-Slam-Szene. Sebastian erzählt, wie er überhaupt zum Schreiben gekommen ist, warum ihn dieses Format bis heute fasziniert und weshalb Poetry Slam oft viel tiefer geht, als viele vermuten. Wir sprechen über Social Media, Podcasts, das Bedürfnis nach echten Gesprächen und darüber, warum manche Ideen einfach entstehen, wenn man sich traut zu sagen: „Lass es uns einfach mal ausprobieren.“

    Ein Gespräch über Ehrgeiz, Struktur, Optimismus, Innenstädte, Langstreckenläufe, große Fußstapfen – und darüber, warum man manchmal einfach dranbleiben muss, auch wenn der Weg lang ist.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

    mit Axel Schiel | Axel S.

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    Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 03.05.2026

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    Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com


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    55 分
  • Zwischen wackelnden Kanaldeckeln und großen Ideen – mit Jörg Rüddenklau
    2026/05/06

    In dieser Folge meines Podcasts „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ spreche ich mit Jörg Rüddenklau, dem Bürgermeister von Groß-Gerau – und es wird schnell klar: Das ist jemand, der seine Stadt nicht nur verwaltet, sondern wirklich lebt.

    Mich hat besonders beeindruckt, wie früh Jörg angefangen hat, sich einzubringen. Schon als junger Mensch war er aktiv – in der Kirche, in Vereinen, später auch politisch. Der Gedanke, kommunalpolitisch etwas bewegen zu wollen, kam bei ihm Ende der 90er auf. Heute ist er SPD-Mitglied und Bürgermeister – aber vor allem jemand, der sehr klar über seine Werte spricht: Aufrichtigkeit, Loyalität und Verlässlichkeit. Wobei er selbst schmunzelnd zugibt, dass es mit der Pünktlichkeit nicht immer ganz klappt. Seine Erklärung dafür? Eine Art „Teleportations-Irrtum“ im Kopf – er denkt einfach zu oft, er könne sich noch schnell irgendwohin beamen.

    Wir sprechen viel darüber, wie sich das Bürgermeisteramt im Alltag anfühlt. Und ja, es stimmt: Man wird tatsächlich beim Bäcker auf den wackelnden Kanaldeckel angesprochen. Jörg nimmt das ernst, hört zu, gibt Rückmeldung – und zeigt damit genau das, was er unter guter Verwaltung versteht: Serviceorientierung und Nähe zu den Menschen.

    Ein großes Thema in unserem Gespräch ist die finanzielle Lage der Kommunen. Jörg beschreibt sehr offen, wie belastend es ist, Ideen zu haben, aber oft nicht umsetzen zu können, weil schlicht das Geld fehlt. Viele Ausgaben seien fremdbestimmt – durch Vorgaben von Bund und Land. Gleichzeitig wird vor Ort erwartet, dass alles funktioniert. Besonders spannend fand ich seinen Gedanken, dass das Streichen von freiwilligen Leistungen wie Kultur, Vereinsarbeit oder Veranstaltungen langfristig sogar die Demokratie gefährden kann. Weil genau dort Gemeinschaft entsteht – und Menschen lernen, wie Zusammenleben und Kompromisse funktionieren.

    Natürlich sprechen wir auch über Politik – über die SPD, über Wahlergebnisse und darüber, wie schwierig Zusammenarbeit in der Kommunalpolitik manchmal ist. Jörg wünscht sich mehr Ehrlichkeit im Umgang mit den realen Rahmenbedingungen und weniger politisches „Show-Spiel“. Sein Ansatz ist klar: gemeinsam Lösungen finden, statt sich gegenseitig schlechtzureden.

    Neben all den politischen Themen gibt es aber auch die persönlichen Seiten: seine Leidenschaft fürs Gärtnern, seine Begeisterung für Schweden und die Bedeutung von Familie und alten Freundschaften. Gerade dieser Mix macht das Gespräch für mich besonders rund – weil man merkt, wie sehr all diese Dinge auch seine Arbeit als Bürgermeister prägen.

    Für mich war das ein Gespräch, das einen sehr ehrlichen Einblick gibt: in die Herausforderungen der Kommunalpolitik, aber auch in die Motivation dahinter. Und vielleicht auch in die Frage, was es heute eigentlich bedeutet, Verantwortung für eine Stadt zu übernehmen.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören!


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    Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 03.05.2026

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    1 時間 2 分
  • Vom Familienbetrieb zu Aldi: Das Ende der Bäckerei Eckstein - mit Sebastian Eckstein
    2026/05/01

    Manche Gespräche bleiben länger hängen. Dieses hier gehört definitiv dazu. Ich habe mit Sebastian Eckstein gesprochen – einem Bäckermeister, der in eine Bäckerei hineingeboren wurde, die sein Großvater gegründet hat. Die Bäckerei Eckstein in Ginsheim war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Ortes. 2018 musste sie schließen. Nicht, weil die Nachfrage fehlte. Sondern weil am Ende die Kräfte nicht mehr gereicht haben.

    Sebastian erzählt mir sehr offen, wie sich diese letzten Jahre angefühlt haben: Personalmangel, immer mehr Arbeit, immer weniger Pausen. Sechs Tage die Woche, oft 12 bis 14 Stunden am Tag. Urlaub? Fehlanzeige. Und gleichzeitig Kundinnen und Kunden, die vor der Theke stehen und sagen: „Schon wieder teurer geworden?“ – während man selbst versucht, irgendwie wirtschaftlich zu überleben und auch den eigenen Mitarbeitenden ein gutes Leben zu ermöglichen.

    Mich hat besonders berührt, wie viel Herzblut noch immer in diesem Kapitel steckt. Sebastian ist in der Backstube aufgewachsen. Die Bäckerei war Familie, Alltag, Identität. Und obwohl sie seit Jahren geschlossen ist, ist da immer noch diese Wehmut. Dieses Gefühl: Da ist etwas zu Ende gegangen, das eigentlich nie ganz verschwunden ist.

    Wir sprechen darüber, wie es danach für ihn weiterging: Stationen in Cafés, der Bäckermeister, der eigentlich mit dem Ziel gemacht wurde, sich irgendwann wieder selbstständig zu machen. Und dann – ein Bruch: Heute arbeitet Sebastian im Einzelhandel bei Aldi, macht dort ein Traineeprogramm zur Führungskraft.

    Ein Perspektivwechsel, der spannend ist. Denn plötzlich steht da ein Handwerksbäcker vor TK-Backwaren. Ich wollte wissen: Wie fühlt sich das an? Seine Antwort ist ehrlich – und vielleicht überraschend. Das Handwerkerherz blutet ein bisschen. Aber: Einige Produkte sind geschmacklich „erschreckend gut“, wie er sagt. Ein Satz, der viel über die heutige Realität im Lebensmittelbereich erzählt.

    Wir sprechen auch über das, was verloren geht, wenn kleine Betriebe schließen: Vielfalt, regionale Spezialitäten, individuelle Handschrift. Und darüber, ob es Wege zurück geben könnte – vielleicht kleiner, vielleicht reduzierter. Eine Wochenend-Konditorei? Ein Nebenerwerb? Die Idee steht im Raum. Und man merkt: Ganz losgelassen hat ihn das alles nicht. Wie auch – das Rezeptbuch seines Großvaters liegt noch immer bei ihm.

    Am Ende bleibt für mich ein Gespräch über mehr als nur Brot und Brötchen. Es geht um Arbeit und Erschöpfung. Um Leidenschaft und Realität. Um die Frage, wie viel ein gutes Lebensmittel eigentlich kosten darf – und was wir bereit sind, dafür zu geben.

    Und vielleicht auch darum, dass manche Geschichten nicht wirklich enden. Sie verändern nur ihre Form.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören.


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    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 07.05.2026

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    41 分
  • Zwischen Krone und Klassenzimmer – mit Siska Schupp
    2026/04/24

    In dieser Folge von Druckreif – Das Redaktionsgespräch nehme ich euch mit in eine Welt, über die ich ehrlich gesagt vorher noch nie so intensiv gesprochen habe: Spargel. Mein Gast ist Siska Schupp, die amtierende Spargelkönigin des Kreises Groß-Gerau – und mit ihr wird schnell klar, dass es hier um viel mehr geht als nur ein saisonales Gemüse.

    Mich hat sofort fasziniert, mit wie viel Selbstverständlichkeit und Bodenständigkeit Siska dieses Amt lebt. Sie erzählt, dass sie gar nicht lange überlegen musste, als die Anfrage kam – nur ihre Mutter hat sie noch kurz um Rat gefragt. Und selbst da: kein Druck, keine großen Erwartungen, sondern einfach die Ermutigung, sie selbst zu bleiben. Genau das zieht sich durch unser ganzes Gespräch.

    Wir sprechen darüber, wie man überhaupt Spargelkönigin wird, welche Rolle Tradition und Brauchtum in ihrem Heimatort spielen und warum die Kerb dort ein echtes Lebensgefühl ist. Siska beschreibt diese besondere Mischung aus Gemeinschaft, Ausnahmezustand und Vorfreude – ein Wochenende, das Menschen verbindet und prägt.

    Spannend fand ich auch ihren Weg: vom Leben als Flugbegleiterin, wo sie gelernt hat, sich immer wieder auf neue Menschen und Situationen einzulassen, hin zum Lehramtsstudium für die Grundschule. Man merkt sofort, wie sehr sie darin aufgeht. Wenn sie davon erzählt, wie Kinder ihr Vertrauen schenken und wie viel sie zurückgeben, versteht man, warum sie sagt: „Entweder man kann es – oder eben nicht.“

    Natürlich geht es auch um ihre Rolle als Spargelkönigin. Was bedeutet es eigentlich, eine Region zu repräsentieren? Welche Auftritte gehören dazu? Und wie fühlt es sich an, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen – obwohl man sich selbst eher als schüchtern beschreibt? Gerade diese Mischung aus Zurückhaltung und innerer Stärke macht Siska für mich besonders spannend.

    Was mir besonders hängen geblieben ist: ihre Haltung zum Thema Regionalität. Sie wünscht sich, dass wir bewusster einkaufen, lokale Landwirte unterstützen und wieder mehr wertschätzen, wie viel Arbeit und Leidenschaft in Lebensmitteln steckt. Gerade beim Spargel – der nur für kurze Zeit im Jahr verfügbar ist – wird das besonders deutlich.

    Am Ende ist diese Folge für mich eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, Dinge mit Herz zu machen: Traditionen zu leben, Gemeinschaft zu pflegen, sich selbst treu zu bleiben und Begeisterung weiterzugeben – egal ob als Spargelkönigin, Lehrerin oder einfach als Mensch.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören!


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    Das Redaktionsgespräch die Spargelgala 2026 am 24.04.2026

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    41 分
  • Wenn alles wackelt und du trotzdem ruhig bleibst - mit Adil Oyan
    2026/04/17

    In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ treffe ich Adil Oyan, den Ersten Beigeordneten des Kreises Groß-Gerau – oder anders gesagt: den Vizelandrat.

    Wir sprechen nur wenige Wochen nach der Kommunalwahl 2026 miteinander. Die politischen Mehrheiten haben sich verschoben – und plötzlich erscheint sogar eine Abwahl möglich. Und trotzdem sitzt mir ein erstaunlich entspannter Gesprächspartner gegenüber. Ich wollte wissen: Woher kommt diese Ruhe?

    Adil nimmt mich mit durch seinen außergewöhnlichen Lebensweg – von den ersten Schuljahren in Wiesbaden und dem Wechsel in die Türkei (inklusive Anzugpflicht am ersten Schultag) über die Ausbildung zum Schreiner und ein nicht abgeschlossenes Studium der Holztechnik. Es folgten die Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger sowie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt öffentliche Hand und Gesundheitswesen. Mehr als 20 Jahre arbeitete er in der Pflege, unter anderem in der forensischen Psychiatrie – eine Zeit, die ihn geprägt hat: Dinge einordnen, abschließen und den Blick nach vorn richten. Führungserfahrung sammelte er als Personalrats- und später, nach der Privatisierung seines Arbeitgebers, als Betriebsratsvorsitzender – inklusive intensiver Verhandlungsarbeit.

    Wir sprechen darüber, wie er aus einem ehrenamtlichen Engagement heraus eher unerwartet den Weg in die Berufspolitik gefunden hat, warum er sich schon früh bei den Grünen engagiert hat und wie aus Überzeugung schließlich ein Beruf wurde. Und auch darüber, was es bedeutet, ein politisches Amt auszuüben, bei dem man eigentlich nie wirklich Feierabend hat.

    Natürlich geht es auch um seine Arbeit im Kreis Groß-Gerau: von großen Krisen wie der Afrikanischen Schweinepest bis hin zu den dauerhaften Herausforderungen – allen voran die angespannte finanzielle Lage der Kommunen und der Fachkräftemangel, besonders im Pflegebereich.

    Und dann steht da ja noch dieser Darth Vader in seinem Büro. Auch darüber sprechen wir – und darüber, warum er sein eigenes Gesicht lieber nicht auf einem Star-Wars-Bösewicht sehen wollte.

    Was mir aus dem Gespräch besonders hängen bleibt: Adils Blick auf Probleme. Oder besser gesagt: auf Herausforderungen. Für ihn sind sie kein Grund zur Resignation, sondern ein Antrieb, Lösungen zu finden. Vielleicht ist genau das der Schlüssel zu seiner Gelassenheit.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören!


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    Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 03.05.2026

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    56 分
  • Einfach machen: Ritas Weg zur Ballonkünstlerin – mit Rita Wiebe
    2026/04/10

    In dieser Folge von Druckreif spreche ich mit Rita Wiebe – Ballonkünstlerin mit Leib und Seele. Wir kennen uns schon eine ganze Weile, und ich wollte schon lange einmal tiefer mit ihr darüber sprechen, wie aus ein paar Luftballons ein ganz eigenes Leben entstehen kann.

    Was mich im Gespräch besonders beschäftigt hat: Rita erzählt sehr offen von ihrer früheren Unsicherheit. Davon, wie sie jahrelang vor Auftritten aufgeregt war und Angst hatte, den Erwartungen anderer nicht zu genügen. Und gleichzeitig erlebe ich sie heute als unglaublich präsente, fröhliche und selbstbewusste Persönlichkeit. Dieser Wandel hat mich beeindruckt.

    Wir sprechen darüber, wie sie überhaupt zur Ballonkunst gekommen ist – eher zufällig – und warum sie dann drangeblieben ist. Aus ersten einfachen Figuren wurde mit der Zeit eine echte Leidenschaft, die immer mehr Raum eingenommen hat: vom Wohnzimmer über einen eigenen Raum im TIGZ bis hin zu ihrer heutigen „Ballonbude“ in Bischofsheim.

    Ich fand spannend, wie Rita ihre Arbeit beschreibt: Dieses völlige Eintauchen, dieses „in einer anderen Welt sein“, während sie Ballons modelliert. Gleichzeitig ist da aber auch die ganz reale, körperliche Anstrengung – etwas, das man als Zuschauer oft gar nicht wahrnimmt.

    Natürlich geht es auch um die schönen und skurrilen Seiten ihres Berufs: um Ballons, die ins Auto gestapelt werden (sehr viele Ballons), um Kinderwünsche von Dinosauriern bis Pokémon – und um ihre ganz persönliche „Schildkröten-Überdosis“. Und wir klären die Frage, warum selbst ein modernes Smartphone nicht einfach mit ein paar Ballons abhebt – auch wenn der Film „Oben“ etwas anderes vermuten lässt.

    Ein weiterer Punkt, der mir hängen geblieben ist: Rita hat ihren sicheren Job im öffentlichen Dienst hinter sich gelassen – nicht, weil sie musste, sondern weil sie nicht mehr wollte. Die Ballonkunst war dabei kein Ersatz, sondern eher ein Anker. Oder, wie sie es selbst sagt: ihr „Luxus“.

    Am Ende ist das Gespräch für mich auch eine Geschichte darüber, was passiert, wenn man sich erlaubt, etwas Neues anzufangen – selbst jenseits der 40. Und darüber, wie befreiend es sein kann, sich irgendwann weniger darum zu kümmern, was andere denken.

    Ich nehme aus dieser Folge vor allem mit: Es lohnt sich, den Dingen zu folgen, die einem wirklich Freude machen – auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht leicht oder verspielt wirken. Denn manchmal steckt genau darin etwas, das das eigene Leben komplett verändert.


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    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze | Ausgabe: 09.04.2026

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    1 時間 6 分
  • Warum der Blumenladen ums Eck verschwindet – mit Sonja Heuser
    2026/04/03

    In dieser Folge spreche ich mit Sonja Heuser von „Sonjas Blumengarten“ – und merke schnell: Hinter einem Blumenladen steckt so viel mehr als ein paar schöne Sträuße. Es geht um Leidenschaft, ums Überleben im Einzelhandel und um die Frage, wie wir eigentlich einkaufen wollen.

    Sonja lebt von ihrem Laden – und zwar ausschließlich. Keine Zusatzprodukte, kein zweites Standbein. In einer Branche, die sie selbst als Niedriglohnsektor beschreibt, ist das eine echte Herausforderung. Denn Blumen gibt es heute überall: im Supermarkt, im Discounter, im Internet. Und genau das spürt sie auch ganz konkret im Alltag – etwa dann, wenn große Ketten ihre Pflanzenaktionen starten und die Kundschaft ausbleibt.

    Trotzdem kämpft sie weiter. Mit viel Herzblut, mit Nähe zu ihren Kundinnen und Kunden – und mit dem Anspruch, mehr zu bieten als reine „Handelsware“. Bei ihr gibt es Gespräche, individuelle Sträuße und echte Handarbeit. Dinge, die man eben nicht zwischen Kasse und Wocheneinkauf bekommt.

    Wir sprechen auch darüber, wie sich das Kaufverhalten verändert hat – und warum kleine Läden es heute so schwer haben. Für Sonja ist klar: Ein Umdenken ist nötig. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich. Wie gehen wir mit Ressourcen um? Wie kaufen wir ein? Und welchen Wert hat eigentlich persönliche Beratung?

    Ein Lichtblick ist für sie die Veranstaltung „M – mehr als eine Messe“ in der Mainspitze. Weg vom verstaubten Begriff der Gewerbeschau, hin zu einem modernen Event mit Mitmachaktionen, Vernetzung und echter Begegnung. Sonja wird dort nicht nur ausstellen, sondern auch mit den Besucherinnen und Besuchern kreativ werden – und sogar eine Blumenshow auf die Bühne bringen.

    Im Gespräch wird aber auch deutlich: Selbstständigkeit ist kein Spaziergang. Personalmangel, Bürokratie, finanzielle Unsicherheiten – all das gehört dazu. Und ja, es gibt auch Momente, in denen Sonja ans Aufhören denkt. Gerade wenn neue Vorschriften kommen oder die Belastung zu groß wird.

    Was sie trotzdem antreibt? Die Liebe zu ihrem Beruf. Für sie ist Floristik wie Malen – nur eben mit Blumen statt Farben. Und genauso wichtig sind ihr die Menschen, die in ihren Laden kommen.

    Am Ende bleibt für mich vor allem eines hängen: Ein Blumenladen wie der von Sonja ist mehr als ein Geschäft. Er ist ein Stück Lebensqualität vor Ort. Und vielleicht auch ein Ort, den wir bewusster unterstützen sollten.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“.













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    45 分
  • Wenn Arbeit stärkt: Wie Das Mangold Menschen eine neue Chance gibt – mit Sofia
    2026/03/27

    In dieser Folge von Druckreif – Das Redaktionsgespräch spreche ich mit Sofia – und ich kann direkt sagen: Dieses Gespräch ist mir besonders nahe gegangen.

    Ich habe Sofia im Restaurant „Das Mangold" in Bischofsheim bei einer Reportage kennengelernt. Ein Ort, der nicht nur ausbildet, sondern Menschen eine echte Chance gibt – gerade denen, die es im Leben nicht so leicht hatten. Sofia ist eine von ihnen. Sie macht dort ihre Ausbildung im Service – und beeindruckt mich vom ersten Moment an durch ihre Offenheit, ihre Ehrlichkeit und ihre Stärke.

    Wir sprechen darüber, wie es ist, mit einer Angststörung zu leben. Über Situationen, die für viele alltäglich sind, für sie aber lange eine echte Herausforderung waren. Sofia erzählt, wie sich Angst anfühlt, was sie triggert – und vor allem, wie sie gelernt hat, Schritt für Schritt damit umzugehen.

    Mich hat besonders berührt, wie reflektiert sie auf ihr eigenes Leben schaut. Wie sie erklärt, warum es so wichtig ist, über psychische Erkrankungen zu sprechen. Und wie viel Selbstbewusstsein sie durch ihre Arbeit im Mangold gewonnen hat – durch Begegnungen mit Menschen, durch Wertschätzung und durch das Gefühl: „Ich kann etwas.“

    Es geht in diesem Gespräch aber nicht nur um Angst. Es geht um Entwicklung, um Mut und um die Frage, wie man seinen eigenen Weg findet – auch wenn dieser nicht geradlinig verläuft. Sofia spricht über ihre Vergangenheit, ihre Ziele und ihre Träume: von einem eigenen Restaurant, von einem Lebenshof für Tiere und von einem Leben, das sie selbst gestaltet.

    Für mich ist das eine Folge über Hoffnung. Darüber, dass Veränderung möglich ist – und dass manchmal genau die Menschen, die am meisten kämpfen mussten, die größte Stärke entwickeln.

    Ich hoffe, euch geht es beim Zuhören ähnlich wie mir beim Gespräch.


    DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch

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    Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze | Ausgabe: 12.03.2026

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